HomeWas tun bei ....ArbeitsunfähigkeitDer Übergang zur Invalidität

Neuer Status - neues Leben?

Der Begriff „Invalidität“ ist möglicherweise schwer zu ertragen. Das lässt die Menschen an Kriegsinvaliden, Gebrechlichkeit, Schwerstbehinderte denken, was manchmal, aber eben nicht immer der Fall ist. Um als „normal“ in unserer Gesellschaft zu gelten, muss der Mensch einer bestimmten sozialen Norm entsprechen. Die Gesellschaft tut sich schwer mit der Integration des Unterschieds und demnach mit der Anerkennung der Einzigartigkeit jedes menschlichen Wesens. Es ist also nicht verwunderlich, dass Menschen, die nicht mehr erwerbsfähig sind, sich ausgegrenzt fühlen. Seien wir klar und deutlich: Invalidität ist ein schlecht gewählter Begriff. Verlängerte Arbeitsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit wäre besser gewesen. Die Invalidität ist nicht das Ende aller Tage. Invalidität ist nicht gleichzusetzen mit „Inaktivität“.

Die Invalidität kann zum Faktor der persönlichen Veränderung und Entwicklung werden, der sich aber auf einer anderen Ebene als der des Erwerbslebens abspielt. Häufig verändert sie das Leben der Betroffenen. Diese Veränderungen können auch eine Chance sein, neue Fähigkeiten zu erwerben, neue Facetten seiner Persönlichkeit zu entdecken, neue Passionen, sowohl bei sich selbst als auch bei anderen… Es kann sich eine andere Art zu leben einstellen, unerwartete Veränderungen treten auf, auch wenn das nicht immer ohne Schwierigkeiten abläuft.

Familie und Angehörige

Der Partner und die Angehörigen spielen eine wichtige Rolle. Auch sie sind von der Invalidität eines Nahestehenden betroffen. Gegenseitiges Zuhören und Verständnis sind für alle Betroffenen wichtig, genauso wie das Gefühl sich getragen zu fühlen bei dem, was man durchmacht. Manchmal kann die Invalidität die Beziehungen derartig verändern, dass die Familien in eine Krise stürzen. Professionelle Familien- und Beziehungsberater können helfen, eine solche Krise zu überwinden. Manchmal hilft es auch schon, mit Menschen zu reden, die sich in einer ähnlichen Lage befinden.Es gibt zahlreiche Orte des Gesprächs- und Erfahrungsaustauschs. Der Sozialdienst Ihrer Krankenkasse kann Ihnen bei der Suche nach professioneller Hilfe oder einem Ort des Austauschs, der Ihren Bedürfnissen entspricht, behilflich sein.

Siehe auch hier