Als Grenzgänger haben Sie Anspruch auf die Gesundheitsleistungen in beiden Ländern, sowohl in Deutschland als auch in Belgien. Es gelten die jeweiligen Bestimmungen (auch Zuzahlungs- und Eigenbeteiligungsregeln) des Landes, in dem die Leistungen in Anspruch genommen werden. So haben Sie auch die freie Wahl zwischen allen in Belgien und Deutschland zugelassenen Krankenhäusern.

Sie wohnen in Deutschland und arbeiten in Belgien

Wenn Sie in Deutschland leben, haben Sie dort Anspruch auf alle von der Sozialgesetzgebung vorgesehenen Leistungen. Sie sind dort auf Grund eines Anspruchsschein S1 (vorher E 106) der belgischen Versicherung eingetragen.

Sie haben auch das Recht für Behandlungen nach Belgien (Versicherungsland) zu kommen. Dies gilt auch für Ihre Familienversicherten.

  • Wenn Sie keinen belgischen Ausweis besitzen, erhalten Sie in Belgien eine Krankenversicherungskarte ISI+, mit der Sie die gleichen Leistungen in Anspruch nehmen können wie jeder andere belgische Versicherte.
  • Wenn Sie dann beispielsweise in Belgien ins Krankenhaus gehen, legen Sie Ihren belgischen Ausweis oder Ihre ISI+ Karte vor. Die Rechnung, die Ihnen später zugestellt wird, betrifft dann nur die persönlichen Kostenanteile, die alle belgischen Versicherten selbst zu tragen haben. Eine ISI+ Karte erhalten Sie in jeder Geschäftsstelle der Christlichen Krankenkasse Ihrer Region. Sie kann Ihnen zunächst eine provisorische Bescheinigung ausstellen, die jedoch zur Leistungsinanspruchnahme berechtigt.

Belgien ist für die Ausgabe der europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) zuständig.

  • Diese EKVK ist wichtig, wenn Sie sich in einem anderen Land als Deutschland (Wohnort) oder Belgien (Versicherungsland) aufhalten. Sie ist gültig in allen EU-Ländern, Norwegen, Island Liechtenstein, der Schweiz oder Australien.
  • In diesen Ländern verwenden Sie die EKVK, wenn Sie sich einer dringenden ärztlichen Behandlung während Ihres Aufenthalts unterziehen müssen. Die EKVK ist der Nachweis, dass Sie krankenversichert sind. Die Leistungen, die Sie in Ihrem Aufenthaltsland in Anspruch nehmen, werden am Ende von Belgien übernommen.
  • Die EKVK kann über unsere Website bestellt werden. Diese Karte brauchen Sie unbedingt, wenn Sie sich in ein anderes Land als Deutschland oder Belgien begeben. 
  • Wenn eine Abrechnung im Ausland nicht möglich ist, legen Sie einer Geschäftsstelle der Christlichen Krankenkasse in Belgien die Belege zur Abrechnung vor.

Wenn Sie Gesundheitsleistungen in einem anderen Mitgliedsstaat der EU (außer Belgien und Deutschland) in Anspruch nehmen, ist Belgien das zuständige Versicherungsland.

Mehr Infos zu Gesundheitsleistungen in der Europäischen Gemeinschaft finden Sie hier.

Das Anrecht auf Familienversicherung wird durch die deutsche Krankenkasse nach deutschem Recht geprüft. Die beim Grenzgänger eingetragenen Angehörigen werden dann der belgischen Krankenkasse mitgeteilt. Die angemeldeten Angehörigen haben die gleichen Leistungsansprüche wie der Hauptversicherte. Falls die Angehörigen eine Versicherungskarte für belgische Leistungen benötigen, ist eine Kontaktaufnahme mit der belgischen Krankenkasse erforderlich. 

In Belgien bieten die Krankenkassen eine Zusatzversicherung an, die zusätzliche Leistungen zur Pflichtversicherung erstattet. Entdecken Sie hier die Zusatzversicherung der CKK.

Seit 2007 dürfen die deutschen Krankenkassen ihren Mitgliedern Wahltarife (Zusatzversicherung) anbieten, die Leistungen über den gesetzlichen Rahmen hinaus absichern. Diese kostengünstigen Wahltarife werden nicht von jeder Krankenkasse in Deutschland angeboten. Entdecken Sie die Leistungen der AOK Rheinland/Hamburg

Sie wohnen in Belgien und arbeiten in Deutschland

Wenn Sie in Belgien leben, haben Sie dort Anspruch auf alle von der Sozialgesetzgebung vorgesehenen Leistungen. Sie sind dort auf Grund eines Anspruchsschein S1 (vorher E 106) der deutschen Versicherung eingetragen.

Sie haben auch das Recht, sich in Deutschland behandeln zu lassen (Versicherungsland). Dies gilt auch für Ihre Familienversicherten.

Deutschland ist für die Ausgabe der europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) zuständig.

  • Diese EKVK ist wichtig, wenn Sie sich in einem anderen Land als Belgien (Wohnort) oder Deutschland (Versicherungsland) aufhalten. Sie ist gültig in allen EU-Ländern, Norwegen, Island Liechtenstein, der Schweiz oder Australien.
  • In diesen Ländern verwenden Sie die EKVK, wenn Sie sich einer dringenden ärztlichen Behandlung während Ihres Aufenthalts unterziehen müssen. Die EKVK ist der Nachweis, dass Sie krankenversichert sind. Die Leistungen, die Sie in Ihrem Aufenthaltsland in Anspruch nehmen, werden am Ende von Deutschland übernommen.
  • Die EKVK ist eine persönliche Karte und muss für alle Familienversicherten beantragt werden.
  • Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer deutschen Krankenkasse auf, um eine EKVK zu erhalten.

Wenn Sie Anspruch auf Gesundheitsleistungen in einem anderen Mitgliedsstaat der EU haben (außer Belgien und Deutschland), ist Deutschland das zuständige Versicherungsland.

Das Anrecht auf Familienversicherung wird durch die belgische Krankenkasse nach belgischem Recht geprüft. Die beim Grenzgänger eingetragenen Angehörigen werden dann der deutschen Krankenkasse mitgeteilt. Die angemeldeten Angehörigen haben die gleichen Leistungsansprüche wie der Hauptversicherte. Falls die Angehörigen eine Versicherungskarte für deutsche Leistungen benötigen, ist eine Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse erforderlich.

In Belgien bieten die Krankenkassen eine Zusatzversicherung an, die zusätzliche Leistungen zur Pflichtversicherung erstattet. Entdecken Sie hier die Zusatzversicherung der CKK.

Seit 2007 dürfen die deutschen Krankenkassen ihren Mitgliedern Wahltarife (Zusatzversicherung) anbieten, die Leistungen über den gesetzlichen Rahmen hinaus absichern. Diese kostengünstigen Wahltarife werden nicht von jeder Krankenkasse in Deutschland angeboten. Entdecken Sie die Leistungen der AOK Rheinland/Hamburg.

Weitere Auskünfte

Kontaktieren Sie einen deutschsprachigen Kundenberater des Grenzgänger-Dienstes der CKK: grenzgaenger@mc.be – 087 32 43 34 - www.grenzgaengerinfos.org

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