Ein Hörsturz tritt meist "aus heiterem Himmel" auf. Plötzlich kann der Betroffene auf einem oder – seltener – beiden Ohren nur noch schlecht oder gar nicht mehr hören. Ein Hörsturz geschieht sehr rasch und geht oftmals mit einem dumpfen Gefühl im Ohr, Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder Schwindel einher.

Bis heute weiß man nicht genau, welche Ursachen hinter einem Hörsturz stecken. Einige Forscher vermuten, dass ein Hörsturz mit Durchblutungsstörungen des Innenohrs oder einer Infektion zusammenhängt.

Neben Durchblutungsstörungen stehen aber auch andere Ursachen in Verdacht, einen Hörsturz hervorzurufen:

  • Gehirnverletzung mit Schädelbruch;
  • Plötzlicher Druckabfall (beim Tauchen oder im Flugzeug);
  • akutes Knalltrauma;
  • gewisse Virus-Infektionen (Meningitis, Mumps, Herpes, Masern, Syphilis, Zytomegalovirus (ZMV));
  • Mittel- oder Innenohrentzündung : Menière-Krankheit (Morbus Menière) oder Entzündung des Hörnervs;
  • Toxische Arzneimittel;
  • Bluthochdruck.

Nicht jeder Hörsturz bedarf einer Therapie: entscheidend sind auch das Alter des Betroffenen und die Schwere des Hörsturzes. Bei einem leichten Hörsturz ohne starke Beeinträchtigung des Hörvermögens kann es auch sinnvoll sein, einige Zeit abzuwarten – in einigen Fällen tritt eine spontane Besserung ein. Während in manchen Fällen Arzneimittel helfen, erweist sich eine Therapie andererseits als unmöglich. In solchen Fällen verstärkt ein Hörgerät die empfangenen Schallwellen.

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