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11/10/2019 Finanzielle Unterstützung für die Tahlidomid-Opfer

11/10/2019 Finanzielle Unterstüzung für Thalidomid-Opfer

Thalidomid wurde in den 1950-er und 1960-er Jahren in der Medizin eingesetzt. Es wurde hauptsächlich als Schlafmittel und als morgendliche Übelkeitsbehandlung für schwangere Frauen verwendet. Es erwies sich jedoch als sehr schädlich und verursachte bei Tausenden von Neugeborenen Fehlbildungen.

Seit kurzem ist es für Opfer dieses Arzneimittels (Contergan oder Softenon) möglich, finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Es handelt sich um eine Pauschalentschädigung, sowohl für die Personen mit angeborenen Fehlbildungen (125.000,00 Euro), als auch für die Mutter und den Vater eines verstorbenen Thalidomid-Opfers (je 30.000,00 Euro). Diese Vergütung ist von der Einkommensteuer befreit.

Die Gewährung einer solchen Entschädigung berührt nicht die Unterstützung oder die Rechte, auf die das Opfer oder seine Eltern im Rahmen anderer Rechtsvorschriften Anspruch haben.

Verfahren

Das Verfahren beginnt mit der Einreichung eines ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformulars bei der Direktion des medizinischen Dienstes der HKIV (Troonstraat 30A 1000 Brüssel). Die Direktion des medizinischen Dienstes der HKIV prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und die Akte vollständig ist. In diesem Fall wird der Antrag an den Föderalen Öffentlichen Dienst Politik und Unterstützung (BOSA) weitergeleitet, der die Zahlung durchführt. Die HKIV benachrichtigt den Antragsteller über die getroffene Entscheidung.

Wichtig: Dabei ist es sehr wichtig, zu beachten, dass Anträge nur bis zum 16. Mai 2021 eingereicht werden können!

Da diese Fälle als medizinische Unfälle eingestuft werden, bietet die CKK ihren Mitgliedern Unterstützung bei den Formalitäten, falls sie dies wünschen. Als Mitglied müssen Sie den Antrag jedoch in Ihrem eigenen Namen stellen.


Über den folgenden Link sind die Antragsformulare und zusätzliche Informationen (nur in niederländischer und französischer Sprache) zu finden:

https://www.caami-hziv.fgov.be/nl/slachtoffers-van-thalidomide

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe bei der Beantragung der Entschädigung wünschen, können Sie sich gerne an die Krankenkasse wenden, der Sie angehören (für die Deutschsprachigen: CKK Verviers-Eupen, 087 32 43 33).