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Einsichtnahme und Vertraulichkeit

Über Ihre eigenen medizinischen Daten verfügen zu können, macht das Einholen einer Zweitmeinung einfacher, denn Sie brauchen nicht mehr alle bereits durchgeführten Untersuchungen zu wiederholen: Das bedeutet Zeit- und Geldeinsparung!

Wenn Sie Ihre Patientenakte bei einem Leistungserbringer einsehen möchten, dürfen Sie ihn um Erlaubnis fragen. Nach Eingang Ihrer Anfrage muss er Ihnen Einblick gewähren oder Ihnen innerhalb von vierzehn Tagen eine Kopie zur Verfügung stellen.

Ihr Partner, ein Familienangehöriger, ein Freund, ein Bekannter… dürfen die Akte ebenfalls an Ihrer Stelle lesen. Dazu müssen Sie die jeweilige Person zur Vertrauensperson ernennen. Ausnahme: In bestimmten Fällen dürfen Sie Ihre medizinischen Daten nur in Begleitung eines anderen von Ihnen selbst bezeichneten Leistungserbringers einsehen. Das ist der Fall, wenn der Arzt der Überzeugung ist, dass bestimmte Informationen Ihrer Gesundheit schaden könnten.

Ihre Daten auf dem jüngsten Stand

Wenn Sie einen Fehler in Ihren persönlichen Daten entdecken, können Sie diesen korrigieren lassen. Allerdings sollten Sie es vermeiden, Daten aus der Akte entfernen zu lassen, denn je vollständiger die Akte ist, desto besser können die Leistungserbringer Sie behandeln.

Die Führung und Aktualisierung der Akte sind kostenlos. Nur Kopien dürfen Ihnen in Rechnung gestellt werden. Allerdings ist der Höchstbetrag hierfür gesetzlich auf 25 Euro begrenzt.

Morgen Ihre Einheitsakte

Die Speicherung sämtlicher Gesundheitsdaten des Einzelnen ist eine gute Sache. Besser wäre es noch, diese Daten würden zentralisiert. Langsam bewegen wir uns in Richtung elektronische Patientenakte (EPA), in der alle Daten der verschiedenen Akten zusammengefasst werden. Dann werden wir über eine echte Stammdatei für jeden Patienten verfügen.

Wenn die medizinischen Daten, aber auch die Informationen zum Umfeld (beispielsweise die Familienvorgeschichte) in einer Akte zusammengefasst werden, kann der behandelnde Leistungserbringer, der einen Blick in die Akte wirft, sich ein Gesamtbild Ihrer Gesundheit machen. Vorteil der elektronischen Patientenakte (EPA): Die Akte ist übersichtlicher und umweltfreundlicher als eine Papierakte. Die Informationen lassen sich auch rascher zwischen den Leistungserbringern austauschen.

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