Im Rahmen dieses dreijährigen Projekts bündeln Partner, die innerhalb der Euregio Maas-Rhein zusammenarbeiten, ihre Kräfte, um die integrierte grenzüberschreitende Versorgung für an seltenen Erkrankungen leidende Patienten substanziell zu verbessern. Ziele sind, Lösungen für optimierte Behandlungswege solcher Patienten zu entwickeln, die Bereitstellung einschlägiger Informationen effizienter zu gestalten sowie Networking und Schulungen zur Behandlung seltener Erkrankungen zu verbessern. Das Projekt endet am 30. September 2019.
Der Zusammenschluss der Partner umfasst verschiedene Hauptakteure im Gesundheitswesen, die Patienten mit einer Seltenen Erkrankung und deren Verwandte in der Euregio Maas-Rhein unterstützen, darunter zwei belgische Krankenversicherer (Christliche Krankenkasse, federführender Partner des Projekts, und Solidaris), die drei EMR-Universitätskliniken (Uniklinik RWTH Aachen mit dem Zentrum für Seltene Erkrankungen, das Universitätskrankenhaus Maastricht und die Universitätsklinik Lüttich), die niederländische nationale Patientenorganisation für seltene und genetische Erkrankungen (VSOP) sowie die Universität Maastricht.
 
Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Projekts herangezogen, um anderen Gruppen von Patienten mit seltenen Erkrankungen zu helfen und globale Empfehlungen auszusprechen. Ebenso soll die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung für Betroffene in den europäischen Grenzregionen gefördert werden.
 
Der Bereich der seltenen Erkrankungen ist das Paradebeispiel einer Konstellation, in deren Rahmen die europäische Zusammenarbeit einen eindeutigen Mehrwert verschafft. Schon jetzt erhält das Projekt erhöhte Aufmerksamkeit auf nationaler und europäischer Ebene. Dank der von europäischer Ebene ausgehenden Impulse wurden in zahlreichen Mitgliedstaaten (darunter auch Belgien, Deutschland und die Niederlande) nationale Pläne zu seltenen Erkrankungen ausgearbeitet und werden derzeit umgesetzt. Ebenso wurden europäische Referenznetzwerke ins Leben gerufen.
 
Das Projekt EMRaDi wird im Rahmen des Interreg V-A Euregio Maas-Rhein Programms durchgeführt und durch die Europäische Union, den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und regionale Kofinanzierungen (Région Wallonne, Provincie Limburg (NL), Land Nordrhein-Westfalen) mitfinanziert.
 
Weitere Informationen zum Projekt und den damit verbundenen Aktivitäten enthält die Webseite www.emradi.eu.