Covid-19VorteileVorbeugung und Behandlung

Kinesiotherapie

Die Heilgymnastik besteht darin, bestimmte Leiden durch geeignete Bewegungsabläufe und unter Aufsicht eines speziell ausgebildeten Therapeuten zu heilen.

Der Heilgymnast (auch Kinesiotherapeut genannt) kann bei verschiedenen Leiden Abhilfe schaffen: Rückenschmerzen, Knochenbruch oder chirurgischer Eingriff. Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung gewährt die CKK eine Kostenerstattung.

Unter welchen Voraussetzungen übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten?

Zunächst muss der Patient seinen Hausarzt aufsuchen.
Wenn dieser eine Diagnose stellt, die eine Heilgymnastik erforderlich macht, verschreibt er die erforderlichen Behandlungseinheiten, um das Leiden zu beheben.
Der Arzt kann auch einen Therapeuten empfehlen.

Welche Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen?

In der Regel liegt die Erstattung bei 60 Prozent des gesetzlichen Tarifs, bzw. 80 Prozent für Leistungsberechtigte, die Anspruch auf die erhöhte Kostenerstattung (EKE) haben.

Wieviele Sitzungen werden erstattet?

Jeder Patient darf 18 Behandlungseinheiten (Sitzungen) je Kalenderjahr in Anspruch nehmen.
Bei bestimmten Krankheitsbildern (chronisch oder akut) hat der Patient Anrecht auf 60 Kinesitzungen innerhalb eines Kalenderjahrs. Der Therapeut kümmert sich gemeinsam mit dem verordnenden Arzt um die Formalitäten.

Wenn ein neues Krankheitsbild auftritt, darf der Vertrauensarzt eine weitere Reihe von 18 oder 60 Behandlungseinheiten genehmigen. Nach dem Aufbrauchen dieser 18 oder 60 zusätzlichen Sitzungen, erhält der Patient weiterhin eine Rückerstattung. Allerdings fällt diese deutlich niedriger aus. 

Für die perinatale Kinesiotherapie haben Frauen Anrecht auf 9 Sitzungen je Schwangerschaft (die Behandlungseinheiten im Krankenhaus sind hier ausgeschlossen). 

Rückerstattung bei chronischem Erschöpfungssyndroms oder Fibromyalgie

Seit Juli 2019 haben Menschen, die an Fibromyalgie leiden, wieder Anrecht auf 60 Behandlungen. Diese dürfen eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten. Wenn Sie betroffen sind, konsultieren Sie Ihren Hausarzt damit dieser Ihnen Sitzungen für ein chronisches Krankheitsbild (Pathologie F) verschreiben kann. Ihr Kinesiotherapeut muss außerdem dem Vertrauensarzt der Krankenkasse mitteilen, dass diese Behandlung bei Ihnen durchgeführt wird.  

Für das chronische Erschöpfungssyndrom haben Sie Anrecht auf 18 Sitzungen pro Kalenderjahr.