In den vergangenen Monaten wurde die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung IZOM vom Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) auf den Prüfstand gestellt. Grund hierfür sind Änderungen in der europäischen Gesetzgebung sowie der Rückzug von einigen deutschen Krankenkassen aus dem IZOM-System, mit Ausnahme der AOK Rheinland/Hamburg.

In den Verhandlungen mit dem LIKIV konnten die Krankenkassen einen Teilerfolg erzielen: Das Abkommen zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung wird noch bis zum 30. Juni 2017 fortgeführt.

In den kommenden sechs Monaten soll allerdingsvom LIKIV eine neue Regelung für Behandlungen in bestimmten Grenzgebieten ausgearbeitet werden. 

Gemeinsam mit den anderen Krankenkassen in der DG wird sich die CKK dafür einsetzen, dass es ihren Mitgliedern auch weiterhin möglich ist, sich im Grenzgebiet ärztlich behandeln zu lassen und, dass der Übergang zu dem neuen System so patientenfreundlich wie möglich gestaltet wird.

Was bedeutet diese Änderung für mich?

Lesen sie hierzu die häufig gestellten Fragen:

  • Ich bin im deutschen Grenzgebiet in ärztlicher Behandlung, was ändert sich für mich?
    Das Abkommen zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung wird noch bis zum 30. Juni 2017 fortgeführt.
    Bis dahin erlaubt IZOM den Versicherten fachärztliche Leistungen in bestimmten Grenzgebieten in Belgien, Deutschland und den Niederlanden in Anspruch zu nehmen. Auch die durch den Facharzt verordneten Medikamente und stationären Behandlungen können in diesem Rahmen abgerechnet werden.
  • Was passiert mit meiner eIZOM-Karte?
    Die eIZOM-Karte bleibt bis zum 30. Juni 2017 gültig.
    Die AOK Rheinland/Hamburg, Kooperationspartner der CKK auf deutscher Seite, ist die einzige deutsche Krankenkasse, die weiterhin IZOM-Patienten in Deutschland betreut. Somit bleibt die bislang reibungslose Abwicklung mit der eIZOM-Karte bis zum 30. Juni 2017 erhalten.
  • Ich bin ein neues Mitglied. Kann ich eine eIZOM-Karte erhalten?
    Ja. Allerdings ist diese nur bis zum 30. Juni 2017 gültig.
  • Ich beabsichtige mich nach dem 30. Juni 2017 im Grenzgebiet behandeln zu lassen. Kann ich dies noch machen?
    Ja.
    Allerdings raten wir unseren Mitgliedern, die sich ab dem 1. Juli 2017 zu einer Behandlung ins Grenzgebiet begeben wollen, sich rechtzeitig bei ihrer Krankenkasse zu informieren! grenzgaenger@mc.be – 087 32 43 34.
  • Was passiert nach der Übergangsfrist?  
    Die belgischen Krankenkassen und das LIKIV einigten sich darauf, in der Übergangsphase vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017 einen Lösungsvorschlag zum IZOM-System auf Basis einer genauen Bedarfsanalyse zu erarbeiten.  
    Die Krankenkassen, die Regierung der DG und das LIKIV arbeiten eng zusammen, um den deutschsprachigen Belgiern weiterhin eine Behandlung in deutscher Sprache im deutschen Grenzgebiet zu ermöglichen. Allerdings muss der Patient mit erheblichen Einschnitten rechnen. Ab dem 1. Juli 2017 wird die Tarifsicherheit, so wie sie unter dem jetzigen IZOM-Projekt angewandt wird, keinen Fortbestand mehr haben. Zudem muss man davon ausgehen, dass das Folgeprojekt weitaus begrenzter ist.
  • Betrifft diese neue Regelung nur die CKK?
    Die Übergangsfrist und die neue Regelung, welche noch ausgearbeitet werden muss, betriffen alle belgischen Krankenkassen.

Siehe auch hier