HomeWas tun bei ....ArbeitsunfähigkeitDer Übergang zur Invalidität

Anerkennung der Invalidität durch das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV)

Nach einem Jahr Arbeitsunfähigkeit ist nicht mehr von (primärer) Arbeitsunfähigkeit, sondern von Invalidität die Rede. Wenn die Arbeitsunfähigkeit anhält, erstellt der Vertrauensarzt ein Gutachten, das ärztliche, soziale und berufliche Angaben enthält. Dieses Gutachten wird dem ärztlichen Invaliditätsrat (ÄIR) des Landesinstituts für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) unterbreitet, der:
  • entweder den Vorschlag des Vertrauensarztes annimmt,
  • oder den Vertrauensarzt um zusätzliche medizinische Erläuterungen bitten,
  • oder Sie zu einer ärztlichen Untersuchung vorlädt, die von einem regionalen Ausschuss des ärztlichen Invaliditätsrates durchgeführt wird, der aus drei Ärzten besteht

In jedem Fall ist die Anerkennung der Invalidität vom Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung selbst für einen befristeten Zeitraum auszusprechen (danach ist eine erneute Prüfung der Akte vorgesehen).
Wenn der ÄIR seine Anerkennung beendet, erhalten Sie einen Bescheid, aus dem ersichtlich ist, wann die Arbeitsunfähigkeit aberkannt wird. Sie müssen dann erneut arbeiten oder sich arbeitslos melden, denn Sie erhalten ab diesem Datum kein Invalidengeld mehr.

Hinweis: Wenn sie mit der Entscheidung des Vertrauensarztes oder des ÄIR nicht einverstanden sind, haben Sie das Recht auf Einspruch beim Arbeitsgericht. Dieser Einspruch hat innerhalb von drei Monaten nach Mitteilung der Aberkennung oder der Beendigung der Arbeitsunfähigkeit zu erfolgen. Ein solches Verfahren dauert ziemlich lange (oft ein bis zwei Jahre). Ihre Gewerkschaft kann Ihnen bei diesem Verfahren helfen. Solange das Verfahren läuft, erhalten Sie einstweilige Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Aus diesem Grund sollten Sie sich unmittelbar nach der Aberkennung der Invalidität beim Landesamt für Arbeitsbeschaffung (LfA) melden. Sollte das Gericht Ihre Arbeitsunfähigkeit im weiteren Verlauf anerkennen, müssen Sie trotzdem die mit dem Bezug von Arbeitslosengeld verbundenen steuerlichen Aspekte berücksichtigen. Erkundigen Sie sich also genau.

 

Die ärztliche Untersuchung beim LIKIV

Bei der ärztlichen Untersuchung (durch den regionalen Ausschuss des ÄIR) soll geprüft werden, ob die Arbeitsunfähigkeit weiterhin anerkannt bleibt. Wenn Sie mehr über die Einleitung oder aber den Ablauf dieser Untersuchung erfahren möchten, lesen Sie die Broschüre des LIKIV „Weshalb werden Sie zur ärztlichen Untersuchung vorgeladen ?“(Nur in französischer Sprache).
Sie sind verpflichtet, sich dieser Untersuchung zu unterziehen! Wenn Sie keine Möglichkeit haben, der Vorladung Folge zu leisten, müssen Sie den regionalen Ausschuss des ÄIR innerhalb kürzester Frist  benachrichtigen. Die Telefonnummer finden Sie auf der Einladung. Bei unentschuldigtem Fernbleiben werden die Geldleistungen der Krankenkasse ausgesetzt. Sie werden per Einschreiben benachrichtigt. Dann müssen Sie den regionalen Ausschuss des ÄIR so schnell wie möglich kontaktieren, um einen neuen Termin zu vereinbaren oder innerhalb kürzester Frist eine ärztliche Bescheinigung mit den entsprechenden Arztberichten zu übersenden, aus denen hervorgeht, dass Sie keine Möglichkeit hatten, sich der Untersuchung zu unterziehen (Krankenhausbehandlung, Unmöglichkeit der Fortbewegung). 


Hinweis: Die Kosten für die Fahrt zur vertrauensärztlichen Untersuchung werden erstattet. Der Kontrollarzt des ärztlichen Invaliditätsrates (ÄIR) händigt Ihnen eine Bescheinigung für die Krankenkasse aus.
Wenn Sie vor dem Datum der Vorladung wieder arbeiten oder sich arbeitslos gemeldet haben, müssen Sie den regionalen Ausschuss des ÄIR so schnell wie möglich hierüber in Kenntnis setzen (die Telefonnummer finden Sie auf der Einladung).
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kundenberater oder einem Telekundenberater unter der Rufnummer 087 32 43 33.

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