Im Rahmen der CKK-Zusatzleistungen wird ein Teil der Kosten für nicht dringende Krankentransporte übernommen. Wählen Sie stets ein bedarfsgerechtes Transportmittel. Der Krankenwagen ist die teuerste Lösung. Wenn Ihr Gesundheitszustand es erlaubt, lassen Sie sich mit einem leichten Sanitätsfahrzeug oder einem Fahrzeug für Menschen mit eingeschränkter Mobilität transportieren, die billiger sind.

Mit dem Krankenwagen

Für bestimmte Krankentransporte wird ein Krankenwagen benötigt, auch wenn sie nicht dringend sind. Sie haben Anspruch auf eine Teilerstattung der Unkosten, wenn die Behandlung in einem Krankenhaus oder n einer Tagesklinik stattfindet, für die Fahrten zur Aufnahme in einem Genesungs-, Alten- oder Alten- und Pflegeheim (Gleiches gilt beim Verlassen). 

  • Krankentransport mit einem leichten Sanitätsfahrzeug oder einem für Personen mit eingeschränkter Mobilität umgerüsteten Fahrzeug: Erstattung von 10 Euro für die ersten 10 km und 0,50 Euro für jeden weiteren km.
  • Transport mit dem Krankenwagen: Ersttatung von 15 Euro für die ersten 10 km und 1,25 Euro für jeden weiteren km.

Um einen Krankenwagen des Roten Kreuzes zu bestellen, brauchen Sie sich nur eine Nummer zu merken: 105 !

Mit dem Privatwagen

Auch wenn Sie mit dem Privatwagen fahren, übernehmen wir einen Teil der Kosten. Wir erstatten:

  • für Fahrten zur fachübergreifenden Rehabilitation oder zur Behandlung bei schweren Krankheitsbildern (Bestrahlungen, Chemotherapie, Dialyse usw.) 
  • für Fahrten zum Krankenhaus, wenn der Patient aufgenommen oder entlassen wird; 
  • für Fahrten zu einem Universitätskrankenhaus, wenn die Art der Leistungen oder der Beratungen eine solche Fahrt erforderlich machen; 
  • für Fahrten zum Diagnosezentrum Verviers.

Für die hier genannten Fahrten erstatten wir 0,10 Euro je Kilometer auf der Grundlage einer Bescheinigung, aus welcher der Grund für die Fahrt ersichtlich ist, und die vom Leistungserbringer (oder seinem Bevollmächtigten) ausgestellt wird.

Es werden maximal 125 Euro jährlich für jeden Versicherten gezahlt, für Fahrten zum nächstgelegenen Dialysezentrum oder Universitätskrankenhaus, in dem die Behandlung durchgeführt werden kann, die Anlass zu der Fahrt gibt.

Fahrtkostenerstattung für bestimmte Patienten

Bestimmte Patienten müssen sich mehrmals pro Woche zur Behandlung ins Krankenhaus begeben. Dies betrifft Krebs- und Dialysepatienten.

Außerdem möchten Eltern ihre  hospitalisierten Kinder so häufig wie möglich besuchen. Die Krankenversicherung übernimmt die dadurch verursachten Unkosten ganz oder teilweise.

Krebspatienten (Erwachsene)

Die Krankenversicherung übernimmt einen Teil der Kosten für die Anreise zur Chemotherapie oder zur Bestrahlung sowie für die Nachuntersuchungen. Hin- und Rückreise werden berücksichtigt. Wenn die Behandlung dies erfordert werden mehrere Fahrten pro Tag vergütet.

  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Erstattung in voller Höhe für Bus, Straßenbahn, Bahn (2. Klasse)
  • Individuelle Anreise (PKW, Taxi, Krankenwagen): 0,25 Euro/km zwischen Wohnsitz und Behandlungsort.
  • Individuelle Anreise, aber mehrere Patienten in einem Fahrzeug: 0,25 Euro/km unter Berechnung der Summe der zurückgelegten Entfernungen.

Dialysepatienten

Die Krankenversicherung übernimmt einen Teil der Kosten für die Anreise zur Dialyse oder für die Nachuntersuchung. Hin- und Rückreise werden berücksichtigt.

  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Erstattung in voller Höhe für Bus, Straßenbahn, Bahn (2. Klasse)
  • Individuelle Anreise (PKW, Taxi, Krankenwagen): maximal 2 x 30 km zu jeweils 0,25 Euro/km (1)
  • Individuelle Anreise, aber mehrere Patienten in einem Fahrzeug: maximal 2 x 60 km zu jeweils 0,25 Euro/km

Krebspatienten (Besuch von Kindern im Krankenhaus)

Einmal täglich hin und zurück für die Dauer der stationären Behandlung eines Kindes unter 18 Jahren. Die Leistung gilt für den Versicherten, der das Kind mitversichert (Elternteil oder Vormund) (2). Es werden 0,25 Euro erstattet für die tatsächliche Entfernung zwischen Wohnsitz und Krankenhaus, höchstens jedoch 300 km hin und zurück (also insgesamt für einen Tag maximal 75 Euro).

Was müssen Sie unternehmen?

Die Behandlungseinrichtung füllt Ihnen für jede Fahrt ein Antragsformular aus. Auf diesem Vordruck muss die zurückgelegte Strecke angegeben werden. Beizufügen ist dann gegebenenfalls der Fahrschein mit dem Bus, der Straßenbahn oder der Bahn. Der Sozialdienst der Christlichen Krankenkasse hilft Ihnen gerne bei der Abwicklung der Formalitäten.

(1) Der Höchstbetrag gilt nicht, wenn der Patient mehr als 30 km vom Ort der Dialyse entfernt lebt, wenn er noch keine 14 Jahre alt ist oder wenn der die Genehmigung des LIKIV für eine Behandlung in einem besonderen Dialysezentrum hat.

(2) Wenn das Kind bereits selbst versichert ist, gilt die Leistung für den Versicherten, der es normalerweise mitversichert hätte, wäre es noch nicht selbst versichert. 

Begleit- und Fahrdienst für Kranke - Drei Anbieter innerhalb der DG

Die hier erwähnte Dienste sind nicht mit einem herkömmlichen Taxidienst vergleichbar – zentrale Aufgabe der ehrenamtlichen Mitarbeiter ist die Beförderung und Begleitung kranker Menschen in Diagnose- und Therapiezentren. Sie helfen außerdem auf Wunsch beim Ausfüllen der Aufnahmevordrucke vor einem Krankenhausaufenthalt. Die Unkosten werden vorrangig durch Spenden finanziert.

Im DG-Bereich konnten wir drei Anbieter ausfindig machen:

-Der Josefine-Koch-Service(JKS), Eupen, bringt kranke Menschen in Diagnose-und Therapiezentren der Region. Infos unter 087 56 98 44  oder per E-Mail:  info@jks-eupen.be.

  • Die ÖSHZ von Burg-Reuland und St. Vith bieten einen Fahrdienst zu Ärzten und nahe gelegenen Krankenhäusern an. Infos unter 080 28 20 30 (ÖSHZ St. Vith)
  • Die Vereinigung Hilfe für Krebshilfe im Süden Ostbelgiens  steht in den Gemeinden Amel, Büllingen, Bütgenbach, Burg-Reuland, St.Vith zur Verfügung. Infos unter Tel. 080 34 93 46&160; oder per E-Mail: info@krebshilfe.be.

Mehr Auskünfte erhalten Sie beim Sozialdienst Ihrer örtlichen CKK-Geschäftsstelle

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