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Früherkennung von Darmkrebs (Kolorektalkrebs)

Darmkrebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Krebs. Oft wird er zu spät erkannt. Bei frühzeitigen Maßnahmen sind die Heilungschancen größer. Seit dem 1. März 2009 werden alle Menschen zwischen 50 und 74 Jahren (Männer wie Frauen) aufgefordert, sich zu ihrem Hausarzt zu begeben, um eine Darmkrebsuntersuchung vorzunehmen.

Weshalb Darmkrebsfrüherkennung?

Je früher dieser Krebs diagnostiziert wird, desto größer sind die Aussichten auf Heilung. Darmkrebs verläuft zunächst beschwerdenfrei. Wer also nicht einem Screening teilnimmt, wird den Krebs erst entdecken wenn die Symptome da sind. Gleichzeitig können bei der Früherkennung auch harmlose Störungen (wie Polypen) festgestellt werden.
Durch die Entfernung von Polypen lässt sich zuweilen auch Krebs vermeiden. Wenn es allerdings schon zur Bildung von krebsartigen Geschwüren gekommen ist, sind die Chancen einer Heilung bei frühzeitiger Erkennung viel größer.

Wer kommt in Frage?

Die Suche nach Blut im Stuhlgang wird allen Frauen und Männern zwischen 50 und 74 Jahren empfohlen. Für diese Personen ist der Test kostenlos.
Vor dem Alter von 50 Jahren ist der Krebs seltener. Nach dem Alter von 74 Jahren darf die Früherkennung immer noch durchgeführt werden, gehören aber dann nicht mehr zum Screening-Programm der französischen Gemeinschaft. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Der Test ist nicht zu empfehlen bei Personen, die aus den verschiedensten Gründen einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt sind (chronisches Darmleiden, Darmkrebs bei nahen Verwandten…). Diesen Personen empfiehlt der Hausarzt im Allgemeinen eine andere Früherkennung.

Wie kann das Screening in Anspruch genommen werden?

 

Wenn Sie zu der Altersgruppe der 50- bis 74-Jährigen gehören:

  • und Sie in Brüssel oder in der Wallonischen Region wohnen, verfügt der Hausarzt über alle Informationen und das erforderliche Material, um die Untersuchung durchzuführen.

  • Wenn Sie in der Wallonischen Region wohnen, erhalten Sie alle zwei Jahre eine persönliche Aufforderung, sich bei Ihrem Hausarzt für eine Kolorektaluntersuchung zu melden. Die Vorladung erfolgt durch eine Referenzzentrum für Früherkennung von Krebs. Die Einladung erfolgt in Ihrem Geburtsmonat, und zwar in den ungeraden Jahren für Personen, die in ungeraden Jahren (Beispiel: 1953 – 1941) geboren sind, und umgekehrt (Beispiel 1948 – 1952).
    Diejenigen, die zum ersten Mal an diesem Test teilnehmen, erhalten erst zwei Jahre später wieder eine Einladung, wenn ihr Test negativ war.

  • Sie können sich auch spontan bei Ihrem Hausarzt melden, der über die erforderliche Ausrüstung verfügt, um den Test durchzuführen.

Bei der Beratung informiert der Arzt Sie über den Test und stellt fest, ob er für Sie geeignet ist. Die 50- bis 74-Jährigen bezahlen lediglich die ärztliche Beratung. Der Test selbst ist kostenlos.

Um mehr zu erfahren, laden Sie das Faltblatt (PDF-Datei) herunter oder gehen Sie auf www.cancerintestin.be im Internt. Ab Ende März wird diese Website auch auf Deutsch zur Verfügung stehen. Parallel dazu wird die gesamte Information ebenfalls Ende März auf der Internetseite der Deutschsprachigen Gemeinschaft www.dglive.be angeboten werden.

Eine Pressekonferenz der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist am 27. März vorgesehen. Am 9. April wird in Eupen und am 7. Mai in St. Vith jeweils ein Infoabend stattfinden. 

Früherkennung von Krebs ist möglich!  (845kb)

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