Bei einem Sonnenbrand handelt es sich um eine durch UV-Licht hervorgerufene Verbrennung. Die beiden Bereiche der UV-Strahlung, UVA und UVB, schädigen im Wesentlichen die Haut und verursachen irreversible Veränderungen im genetischen Material der lebenden Hautzellen. Die Schädigungen zeigen sich auf lange Sicht durch einen beschleunigten Alterungsprozess der Haut und / oder das Auftreten von gutartigen und bösartigen Hautproblemen.

Ein Sonnenbrand ist erheblich mitverantwortlich für die Entwicklung von schwarzem Hautkrebs (auch Melanom). So kommt es, dass Erwachsene, die im Kindesalter oder als Heranwachsende einen Sonnenbrand hatten, sehr gefährdet sind, an Hautkrebs zu erkranken..

Welches sind die Symptome ?

Es kommt zum Sonnenbrand, wenn die Haut einer höheren UV-Strahlung ausgesetzt ist, als sie ertragen kann. Der Reparaturmechanismus der Haut ist begrenzt, denn er kann sie nur während einer bestimmten Zeit vor der Sonne schützen. Wird der Reparaturmechanismus der Haut mit der Zeit überfordert, entstehen erste Alterungsanzeichen. Wenn in diesem Stadium die Haut wird dünner wird, reißt, Falten und Flecken  auftauchen, besteht Hautkrebsgefahr.

Typische Symptome sind eine gerötete und schmerzende, teilweise auch juckende Haut.

Bei starkem Sonnenbrand:

  • treten Fieber, Schüttelfrost und kalte Schweißausbrüche auf;
  • klagen Sie über Übelkeit und Erbrechen;
  • können Kopfschmerzen und Herzrasen auftreten.

Gut zu wissen

  • Direkte Sonnenstrahlen können jedes ungeschützte Auge schwer schädigen. Tatsächlich kann die Bindehaut auch verbrannt werden und sich entzünden. Wenn die Sonne einen grauen Star (auch Katarakt) verursacht, wird die Linse erreicht und es kommt zu einer spürbaren Sehstörung. Um einen wirksamen Augenschutz gegen das Sonnenlicht zu erwirken, ist das Tragen einer guten Sonnenbrille unerlässlich.
  • Sonnenlicht ist für unser tägliches Leben aber auch sehr förderlich: sie besorgt das für Aufbau und Stärkung unserer Knochen so wichtige Vitamin D. Dazu jedoch ist kein stundenlanger Aufenthalt in der Sonne Voraussetzung! Ein täglicher Spaziergang von wenigen Minuten an der frischen Luft ist vollends ausreichend.
  • Die Sonnenbank im Solarium ist hingegen mindestens so schädlich wie die Sonne selbst. Ohne den Besuch eines Solariums zu empfehlen, verweisen wir darauf, dass zwanzig Sitzungen pro Jahr ein annehmbares Maximum darstellen. Achten Sie darauf, dass zwischen jeder Sitzung eine Mindestzeitspanne von 24 Stunden liegt und gehen Sie unmittelbar nach dem Solariumbesuch nicht in die Sonne. Fragen Sie stets Ihren Arzt, am besten gleich den Dermatologen, um zu erfahren, ob Ihr Hauttyp nicht überempfindlich ist und Sie ins Solarium gehen dürfen.

Fragen und Antworten

  • Welches sind die Risikofaktoren für Sonnenbrand und Hautkrebs ?
  • Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen ?
  • Wie lässt sich ein Sonnenbrand vermeiden ?

Quelle : « Zal ik de dokter bellen ? Medisch ABC voor het hele gezin », Dr. Michiel Callens, Lannoo-Verlag, 2009, 319 Seiten (frei übersetzt : « Muss jetzt der Arzt gerufen werden? Medizinisches Handbuch für die ganze Familie »)

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