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Geburt per Operation : der Kaiserschnitt

Eine Kaiserschnittentbindung ist ein chirurgischer Eingriff, der im Operationssaal durchgeführt wird. Es gibt zwei Szenarien: entweder ist der Kaiserschnitt vorher geplant, oder es handelt sich um eine spontane Entscheidung im Verlauf einer komplizierten Geburt.

Ablauf des Kaiserschnitts

Wenn eine Kaiserschnittentbindung aus dem einen oder anderen medizinischen Grund entschieden wurde, beschließen Geburtshelfer und Eltern den Termin des Eingriffs. Die Mutter checkt am Vorabend im Krankenhaus ein, nachdem sie eine leichte Mahlzeit zu sich genommen hat. Ab Mitternacht muss sie nüchtern bleiben. Nachdem Fach- und Narkosearzt Auskünfte zur medizinischen Vorgeschichte, zu Allergien und früheren Operationen erhalten haben, beginnen die vorbereitenden Maßnahmen für den Eingriff (EKG, Blutabnahme, Ultraschall). 

Zu den letzten Vorbereitungen gehören eine Dusche mit einem desinfizierenden Mittel, die Rasur des Schambereichs, ein Einlauf, das Überstreifen von Stützstrümpfen (zur Vorbeugung von Kreislaufproblemen), …

Wenn das Krankenhaus zustimmt, darf der Vater die Mutter in den OP-Saal begleiten, insofern er sich dazu bereit fühlt. Er wird anschließend gebeten auf Gesichtshöhe der Mutter Platz zu nehmen: gewiss der beste Ort, um einem wohl magischen Moment beizuwohnen…! Nach Ansetzen eines Blasenkatheters erhält die Mutter eine regionale Betäubung (auch Periduralanästhesie): sie bleibt bei Bewusstsein und spürt Zug- und Druckgefühle, aber keine Schmerzen. Die Risiken und Nachwirkungen einer Vollnarkose entfallen..

Sobald die Frau sicher schmerzfrei ist, wird ein horizontaler Schnitt unterhalb der Schamhaargrenze gesetzt und die Bauchdecke Schicht für Schicht sorgfältig geöffnet. Der Chirurg schneidet zunächst die Bauchhaut, danach die Muskeln und schließlich die Gebärmutterwand ein. Nach Öffnung der Gebärmutter wird das Neugeborene vorsichtig aus der Gebärmutter gehoben. Danach wird die Wunde wieder zugenäht. Das Ganze dauert vom ersten Einschnitt bis zum ersten Babyschrei zwischen fünf und zehn Minuten. Zur Vorbeugung von Blutergüssen kann eine Drainage unter die Haut gelegt werden. Normalerweise wird das Neugeborene der Mutter zunächst für einige Augenblicke übergeben, bevor es, eventuell in Begleitung des Vaters, weiter versorgt wird.  

Der Eingriff dauert zwischen 40 und 60 Minuten. 

Wenn bei einer problematischen vaginalen Geburt (Komplikationen oder Schmerzen beim Baby) kann eine notfallmäßige Kaiserschnittentbindung vorzugsweise auch unter Teilnarkose stattfinden. In ganz bestimmten Fällen wird eine Vollnarkose gemacht, um das Neugeborene rascher zur entbinden. 

CKK-Ärztedirektion

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