In der Medizin ist von Fieber erst die Rede, wenn die Körpertemperatur 38°C überschreitet. Bis 38°C ist lediglich von einem Temperaturanstieg die Rede. Unsere Körpertemperatur wird vom Hypothalamus geregelt. Es handelt sich um eine Art Thermostat, der sich in einem der Hirnanhänge befindet.

Die Normaltemperatur schwankt zwischen 35,8 und 37,5°C. Sie ist von einem Menschen zum anderen unterschiedlich und hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie körperliche Anstrengung, Arzneimittel, Außentemperatur, Ernährung und, bei Frauen, vom Eisprung. Frühmorgens ist die Temperatur am niedrigsten und am späten Nachmittag am höchsten.

Sobald Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) in den Körper eindringen, reagiert das Immunsystem. Der Thermostat schaltet auf eine höhere Stufe und löst auf diese Weise einige Veränderungen aus, die unter anderem den Anstieg der Körpertemperatur zur Folge haben.

  • um einen Wärmeverlust möglichst zu vermeiden, ziehen die Blutgefäße der Haut sich zusammen, was Schüttelfrost und Gänsehaut auslösen kann;
  • um Wärme zu erzeugen, wird die Musekeltätigkeit angeregt, was zu Zittern oder gar Zähneklappern führt;
  • wir passen unser Verhalten an: wir ziehen und wir kauern uns zusammen, um unsere Körperfläche zu reduzieren, ziehen uns warm an und suchen einen wärmeren Ort auf.

Wann kann sich Fieber einstellen?

Das Fieber kann sich einstellen:

  • bei Kinderkrankheiten;
  • bei einer Infektion, z.B. der Atemwege, der Harnwege, des Darms oder des zentralen Nervensystems;
  • im Verlauf bestimmter Krebsarten;
  • im Verlauf eines Herzinfarkts;
  • im Verlauf einer Blutung;
  • zuweilen sogar nach einer Impfung.

Ein Anstieg der Körpertemperatur stellt sich ein:

  • bei einer leichten Infektion;
  • beim Zahnen;
  • wenn man zu warm angezogen ist;
  • wenn die Außentemperaturen sehr hoch sind;
  • nach einer Anstrengung.

Wozu dient der Anstieg der Körpertemperatur?

Fieber ist keine Krankheit. Es handelt sich um eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, der sich gegen Krankheitserreger zur Wehr setzt. Zahlreiche Viren, Bakterien und Parasiten … vertragen nämlich keine hohen Temperaturen und überleben nicht.

Ferner sind bestimmte Abwehrmechanismen bei hoher Temperatur wirksamer. Bei einem Fieberschub produziert die Leber beispielsweise Substanzen, die die Vermehrung von Krankheitserregern einschränkt.

Damit unser Immunsystem optimal arbeitet, sollten wir am besten nicht zu sehr darauf bedacht sein, das Fieber zu bekämpfen, außer wenn es wirklich zu hoch wird oder extremes Unbehagen erzeugt.

Häufig gestellte Fragen