Der Körper braucht Cholesterin an vielen Stellen: Es ist ein wichtiger Bestandteil der Zellwände und aus Cholesterin werden Hormone, Vitamin D und Gallensäuren hergestellt. Bei Säuglingen, Kindern, schwangeren und stillenden Frauen ist der Bedarf an Cholesterin sogar sehr hoch.

Wegen seiner aktiven Rolle im Umfeld der Herz- und Kreislauferkrankungen werden dem Cholesterin häufig Nebenwirkungen zugeschrieben. Dieser schlechte Ruf ist nicht ganz gerechtfertigt, denn in Wirklichkeit kann niemand darauf verzichten. Brenzlich wird es, wenn der Cholesterinspiegel im Blut zu hoch ist. Dann nämlich lagert sich Cholesterin vermehrt in den Gefäßwänden der Arterien ein und vermindert durch die entstandenen Verengungen den Blutfluss.

Arten von Cholesterin

Cholesterin wird nicht nur über die Ernährung aufgenommen. Die Leber stellt beispielsweise nicht nur selbst Cholesterin her, sondern produziert 4/5 des gesamten Cholesterin-Haushalts in unserem Körper. 

Damit Cholesterin im Blut transportiert werden kann, verbindet sich die fettähnliche und damit wasserunlösliche Substanz (ein so genanntes Lipid) mit wasserlöslichen Eiweißstoffen.

  • LDL (Low Density Lipoprotein oder Lipoprotein geringer Dichte) bezeichnet das Protein im Blut, das Cholesterin aus der Leber in die verschiedenen Organe transportiert. Je mehr Cholesterin in Form von LDL in den Adern zirkuliert, umso mehr kann an den Gefäßwänden haften bleiben. LDL-Protein bezieht sich also auf das schlechte Cholesterin.
  • Das „gute Cholesterin“ HDL (Lipoprotein mit Hoher Dichte) ist der Gegenspieler des LDL. Die HDL-Teilchen sammeln nämlich das an den Gefäßwänden abgelagerte Cholesterin wieder ein und transportieren es zurück zur Leber

Welches sind die Risiken?

Zahlreiche Faktoren, welche den Cholesterinspiegel bestimmen, können wir nicht beeinflussen:

  • Erbanlagen;
  • Geschlecht: Männer leben mit erhöhtem Cholesterin-Risiko;
  • Alter: mit zunehmendem Alter steigt das Risiko.

Eine aktive Lebensweise und angepasste Ernährungsgewohnheiten haben einen direkten Einfluss auf die Risiken.

Häufig gestellte Fragen

Quelle: „Zal ik de dokter bellen? Medisch ABC voor het hele gezin“, Dr. Michiel Callens, Verlag Lannoo, 2009, 319 Seiten (freie Übersetzung: „Muss ich den Arzt rufen? Das medizinische ABC für die ganze Familie“)

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