Mandeln und Polypen
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Mandeln und Polypen


Unsere Mandeln können verschiedene Entzündungen verursachen, die je nach Art wiederholt zu Gesundheitsprobleme führen können, beispielsweise Ohrenentzündungen (Otitis). Bei angeschwollenen Mandeln sprechen wir von « Wucherungen ».

Unsere Mandeln können verschiedene Entzündungen verursachen, die je nach Art wiederholt zu Gesundheitsprobleme führen können, beispielsweise Ohrenentzündungen (Otitis). Bei angeschwollenen Mandeln  sprechen wir von « Wucherungen ».

Die Mandeln

Es existieren mehrere Arten Mandeln, die in der Fachsprache auch als Tonsillen bezeichnet werden. Die bei geöffnetem Mund gut sichtbaren Gaumenmandeln befinden sich links und rechts des Zäpfchens. Die Zungenmandeln (sie liegen am Zungengrund), Rachenmandeln (sie liegen am Rachendach mit Verbindung zu den Atemwegen und werden bei Anschwellung als Polypen bezeichnet), Tubenmandeln liegen nahe der Ohrtrompete des Innenohres. Hauptsächlich sind Gaumenmandeln und Polypen für wiederholt auftretende  Infektionsherde verantwortlich.  
Die Mandeln erkennen Bakterien, produzieren weiße Blutkörperchen (Lymphozyten) und Antikörper zum Schutz gegen Mikroben im Bereich der oberen Atemwege. Sie fangen die Mikroben ab und veranlassen zu deren Zerstörung die Produktion von Antikörpern. Die „Identität“ der erkannten Mikroben bleibt im Immunsystem gespeichert, sodass bei zukünftigen Attacken wirksam reagiert werden kann.
Im Fall wiederholter Infektionen wie einer Mandelentzündung (von dieser Infektion der Gaumen- und Zungenmandeln sind vor allem Kinder unter 10 Jahren betroffen), einer Mittelohrentzündung oder Entzündung der Nasen- und Rachenschleimhaut wird die Funktion der Mandeln geschwächt, sodass sie selbst zu einem Infektionsherd werden können.  Wenn es so weit gekommen ist, kann eine Entfernung der Mandeln erwogen werden.

Die Polypen

Bei angeschwollenen Rachenmandeln ist von Polypen die Rede. Die Polypen befinden sich nahe der Ohrtrompeten (auch Eustachische Röhre genannt), verantwortlich die für den Druckausgleich im Bereich des Mittelohres (beispielsweise während der Start- oder Landephasen bei Flugreisen). Sobald sie verstopft sind, können wiederholt Infektionen auftreten (Mittelohrentzündung, die bei chronischem Verlauf eine Funktionsminderung des Gehörs verursachen können.
Ebenfalls können Polypen die Luftzufuhr durch die Nase behindern und dadurch das Einatmen durch die Nase erschweren. Das daraus resultierende Einatmen durch den Mund trocknet die Schleimhäute aus; es kommt zu einer Reizung. Weniger bekannt ist, dass es bei Kindern durch Polypen zu einer schlechten Entwicklung des Oberkiefers kommen kann: die Folge ist - aufgrund der schlechten Verschachtelung zwischen oberen und unteren Zähnen -  ein weniger wirksames Kauvermögen. Und da der Mund fortlaufend leicht geöffnet bleiben muss, nimmt der Unterkiefer eine ungewohnt entspannte Stellung ein, wodurch die Muskelspannkraft gestört wird.

Arztedirektion der Christlichen Krankenkasse