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Zusätzliche Geldleistungen für Selbstständige, die in der Zeit der Covid-19-Pandemie arbeitsunfähig werden

Während der Covid-19-Zeit werden den Selbstständigen in bestimmten Fällen zusätzliche Geldleistungen für die Zeit ihrer Arbeitsunfähigkeit gewährt. 
Diese zeitweilige Maßnahme gilt  für Selbstständige und gilt für die Arbeitsunfähigkeiten vom 1. März 2020 bis zum 30. September 2021 einschließlich. Dank diesem Zus atz steigt der Tagessatz des Ersatzeinkommens bei Arbeitsunfähigkeit für Selbstständige auf 50,67 Euro. Dieser Betrag entspricht dem monatlichen Betrag der Beihilfe, die Selbstständigen ohne unterhaltsberechtigte Familienangehörige im Rahmen des Überbrückungsrechts während der Krise gezahlt wird, wenn man diesen Betrag durch 26 Arbeitstage teilt.
Arbeitnehmer erhalten eine ähnliche Prämie. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter diesem Link.

Welche Bedingungen müssen für die zusätzlichen Geldleistungen erfüllt sein?

 
Zusätzliche Geldleistungen zur Überbrückung der Krise wird gezahlt, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
 
Fall 1: Ihre Arbeitsunfähigkeit ist frühestens am 1. März 2020 eingetreten und:
  • beim Risikoeintritt war Ihre Arbeitsunfähigkeit bereits seit mindestens 8 Kalendertagen anerkannt;
  • zu Beginn Ihrer Arbeitsunfähigkeit waren Sie als Selbstständiger im Hauptberuf erwerbstätig (oder gleichgestellt, wie z.B. als Selbstständiger im Nebenberuf, der aber vorläufige Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss, die zumindest dem Minimalbeitrag für Selbstständige im Hauptberuf entsprechen); 
  • Sie waren helfende(r) Ehepartner(in);
  • Sie sind eigenständig versichert und wohnen mit einer anderen Person zusammen (Zusammenwohnende);
  • Sie befinden sich im ersten Jahr einer Arbeitsunfähigkeit (primäre Arbeitsunfähigkeit). Ab dem 2. Jahr der Arbeitsunfähigkeit haben Sie kein Anrecht mehr auf diese Prämie.
 
Fall 2: Sie durften mit der Genehmigung des Vertrauensarztes während Ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Tätigkeit ausüben, die Sie jedoch frühestens am 1. März 2020 aufgeben mussten, und:
  • seither haben Sie diese genehmigte Tätigkeit auch mindestens 7 Kalendertage hintereinander nicht mehr ausgeübt (dann erhalten Sie die zusätzlichen Geldleistungen für die Überbrückung der Krise für diese Tage der Unterbrechung einer genehmigten Tätigkeit);
  • Sie sind eigenständig versichert und wohnen mit einer anderen Person zusammen (Zusammenwohnende)

Wie hoch liegen diese zusätzlichen Geldleistungen?

 
Zur Überbrückung der Krise werden folgende zusätzliche Geldleistungen gewährt:
Dank der zusätzlichen Geldleistungen zur Überbrückung der Krise erhöht sich der Gesamttagessatz Ihrer Ersatzeinkünfte wegen Arbeitsunfähigkeit künftig auf 49,68 Euro.
Dieser Betrag entspricht dem monatlichen Betrag der Beihilfe, die den Selbstständigen ohne unterhaltsberechtigte Familienangehörige im Rahmen des Überbrückungsrechts während der Krise gezahlt wird, wenn man diesen Betrag durch 26 Arbeitstage teilt.
 
Bitte beachten Sie: Ihre Krankenkasse zieht eine Berufssteuer von 11,11 Prozent von dem Tagessatz der zusätzlichen Geldleistungen zur Überbrückung der Krise ab.