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Herbstimpfung gegen Covid-19

Die Grundimmunisierungskampagne ist abgeschlossen: Alle in Belgien wohnhaften Personen ab 12 Jahren hatten die Möglichkeit, sich kostenlos gegen Covid-19 impfen zu lassen. Immunsupprimierte Personen erhielten eine zusätzliche Dosis, und danach hatte jeder die Möglichkeit, eine zusätzliche Booster-Dosis zu erhalten.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Impfen? Surfen Sie auf ichlassmichimpfen.be, der offiziellen Website der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Thema Impfen.

Auffrischungsimpfung im Herbst

Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass weitere Auffrischungsimpfungen notwendig sind, um die Ausbreitung neuer Varianten zu verhindern. Dies gilt insbesondere für bestimmte Personengruppen: Personen über 65 Jahre, Pflegepersonal und immungeschwächte Personen.

Immungeschwächte Menschen entwickeln nämlich selbst nach einer Impfung weniger Antikörper als gesunde Menschen. Diese Reaktion hängt manchmal mit einer bestimmten Erkrankung wie angeborenen Immunstörungen oder HIV zusammen, da die Betroffenen nur wenige Antikörper bilden.

Dieser Mangel an Antikörpern kann auch mit einer Behandlung zusammenhängen, die Antikörper entfernt (z.B. Dialyse) oder den Körper daran hindert, Antikörper zu bilden (Krebsbehandlungen, Behandlungen, die die Abstoßung eines Transplantats verhindern, immunsuppressive Behandlungen).

Weitere Einzelheiten zu diesen Studien finden Sie in einem Bericht des Föderalen Fachzentrums für Gesundheitspflege KCE (in Französisch).

Rolle der Krankenkassen bei der Auffrischungsimpfung im Herbst

Die Krankenkassen haben erneut eine Liste von Personen mit Immunschwäche bereitgestellt, die auf den Abrechnungsdaten der Gesundheitsversorgung ihrer Mitglieder beruht. Es handelt sich hierbei um eine neue Liste.


Wer gilt als immungeschwächt?

Nach einer interministeriellen Entscheidung wurden die folgenden Kategorien von Personen ab 12 Jahren für eine zusätzliche Dosis ausgewählt:

  • Patienten mit angeborenen Immunstörungen;
  • Patienten, die eine chronische Nierendialyse benötigen;
  • Patienten mit Blutkrebs oder anderen bösartigen Tumoren, die eine aktive Behandlung erhalten oder in den letzten drei Jahren erhalten haben;
  • Patienten, die kurz vor einer Stammzelltransplantation oder Organtransplantation stehen oder eine solche erhalten haben;
  • Patienten mit entzündlichen Erkrankungen, die mit Immunsuppressiva behandelt werden. 

Für diese Impfkampagne wurde von den Allgemeinmedizinern keine Auswahl getroffen. Es ist daher möglich, dass eine Person in der letzten Kampagne als Risikoperson ausgewählt wurde und diesmal nicht, z.B. wenn ihre Krebserkrankung mehr als drei Jahre zurückliegt oder wenn sie bestimmte Medikamente nicht mehr einnimmt.

Erhalten die Personen, die für die Auffrischungsimpfung im Herbst infrage kommen, eine Einladung?

Ab dem 13. September bietet nun auch die Deutschsprachige Gemeinschaft die Auffrischungsimpfung für den Herbst mit dem bivalenten Impfstoff an. Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft versendet erneut persönliche Einladungen an alle Personen, die entweder eine Grundimmunisierung gegen Covid-19 oder bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, wenn deren letzte Impfung mindestens drei Monate her ist.

Die ersten Einladungen gehen an:

  • Menschen, die im belgischen Krankenkassensystem als immungeschwächte Menschen bekannt sind
  • an alle Menschen ab 65 Jahren und älter
  • an alle Gesundheitsdienstleister, die im belgischen System bekannt sind

Anschließend werden alle Menschen ab 18 Jahre eingeladen. Die Einladungen erfolgen immer von den Älteren abwärts zu den Jüngeren.

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre werden noch nicht zu einer Auffrischungsimpfung eingeladen. Eine Ausnahme bilden Praktikanten, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten und die jünger als 18 Jahre sind. Diese erhalten keine persönliche Einladung. Sie können sich aber bei der Corona-Hotline für eine Auffrischungsimpfung melden, wenn sie dies wünschen.

Wenn Sie nicht auf die persönliche Einladung durch das Ministerium warten möchten, können Sie sich auch jetzt schon bei Q-Vax einschreiben. Sie werden dann telefonisch kontaktiert, sobald noch Impfstoff und Impftermine an einem Tag zur Verfügung stehen.

Wenn Sie sich bis jetzt noch nicht haben impfen lassen, erhalten Sie keine neue Einladung mehr. Sie können sich jedoch jederzeit bei der Corona-Hotline für einen Impftermin melden.

Die betroffenen Personen erhalten ihre Einladung per Post. Wenn Ihre E-Mail-Adresse und/oder Ihre Handynummer Ihrer Krankenkasse bekannt sind, erhalten Sie ebenfalls eine E-Mail und/oder eine SMS mit der Einladung. Normalerweise findet die Impfung in dem Impfzentrum statt, in dem Sie Ihre ersten Impfungen erhalten haben. Wenn dieses Impfzentrum geschlossen wurde, werden Sie in ein anderes Impfzentrum eingeladen, das so nah wie möglich an Ihrem Wohnort liegt.
Diese Herbstauffrischung ist kostenlos und wird vollständig vom LIKIV über Ihre Krankenkasse bezahlt. Sie müssen nichts selbst vorstrecken.

Falls Sie dies noch nicht getan haben, empfehlen wir Ihnen, Ihre Kontaktdaten bei Ihrer Krankenkasse anzugeben. Auf diese Weise erhalten Sie die Einladung auf verschiedenen Wegen und können sicher sein, dass Sie rechtzeitig informiert werden.

Weitere Informationen über das Einladungsschreiben finden Sie unter ichlassmichimpfen.be.

Achtung: Die Impfung ist immer kostenlos. Es kann sein, dass E-Mails und SMS mit Zahlungsaufforderungen im Umlauf sind. Diese E-Mails und SMS sind gefälscht. Tipps, um gefälschte Einladungen zu erkennen.

Welcher Impfstoff wird für die Auffrischung im Herbst verwendet?

Bei diesem Auffrischungsimpfstoff handelt es sich um eine angepasste Version (sowohl für Pfizer als auch für Moderna). Der Impfstoff enthält bestimmte Elemente, die auf der Omicron-Variante basieren. Sowohl beim Pfizer- als auch beim Moderna-Impfstoff muss ein Zeitraum von mindestens drei Monaten zur vorherigen Dosis verstrichen sein.

Können die Krankenkassen jemanden auf die Liste der Risikopersonen setzen, die zur Impfung eingeladen werden?

Nein, die Krankenkassen können niemanden auf die Liste setzen. Die Auswahl der betreffenden Personen erfolgt ausschließlich und automatisch auf der Grundlage der bis zum 30. Juni 2022 gespeicherten Rechnungsdaten für die Gesundheitsversorgung. Die Krankenkassen können niemanden manuell hinzufügen, auch wenn Sie die Kriterien erfüllen. In diesem Fall müssen Sie sich mit dem Impfzentrum in Verbindung setzen. Für diese Impfkampagne können Allgemeinmediziner keine Personen hinzufügen oder entfernen.

Wie kann ich herausfinden, ob ich auf der Liste der betroffenen Personen stehe?

Insgesamt werden mehr als 370 000 Personen aufgrund ihres Immunrisikos vorrangig zu einer Auffrischungsimpfung eingeladen. 

Ob Sie zu den Betroffenen gehören, können Sie unter www.myhealtviewer.be  überprüfen. Sie müssen sich mit Ihrem Personalausweis einloggen.

Wenn Sie nach der Einsicht in die Liste immer noch unsicher sind oder nicht überprüfen konnten, ob Sie auf der Liste der betroffenen Personen stehen, können Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden. Einige Mitarbeiter Ihrer Krankenkasse sind unter der Aufsicht des Ärztedirektors befugt, Ihnen die Antwort zu geben.

Wenn Sie wissen möchten, warum Sie auf der Liste stehen oder nicht, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Ihr Arzt kennt die Auswahlparameter und kann sie im Zusammenhang mit Ihrem Gesundheitszustand überprüfen.

In welchen Fällen sollten Sie sich an das Impfzentrum wenden, um auf die Liste gesetzt zu werden?

In den folgenden Fällen sollten Sie nicht zögern, sich an Ihr Impfzentrum zu wenden:

  • Wenn Sie an einer angeborenen Immunschwäche leiden und keine Behandlung dafür erhalten;
  • Wenn Sie mit HIV infiziert sind und Ihre CD4-Zellzahl unter 200 pro mm³ Blut liegt; 
  • Wenn Sie an Blutkrebs oder anderen bösartigen Tumoren leiden, die in den letzten Wochen diagnostiziert wurden;
  • Wenn Sie vor einer Stammzell- oder Organtransplantation stehen oder vor kurzem eine Stammzell- oder Organtransplantation erhalten haben;
  • Wenn Sie an einer entzündlichen Erkrankung leiden und vor kurzem eine Behandlung mit Immunsuppressiva begonnen haben.

Können die Krankenkassen der Liste Kriterien hinzufügen?

Nein. Es handelt sich um eine erschöpfende Liste von Kriterien. Das bedeutet, dass keine weiteren Kriterien mehr hinzugefügt werden können. Auch eine Änderung des Alters der betroffenen Personen ist nicht mehr möglich, es sei denn, der Hohe Gesundheitsrat veröffentlicht ein neues Gutachten.

Niemand darf weitere Erkrankungen auf die Liste der Krankheitsbilder setzen, die für eine Auffrischungsimpfung infrage kommen. Dies gilt auch, wenn Sie eine fachärztliche Bescheinigung vorweisen können.

Was müssen Sie tun, wenn Sie nicht auf der Liste der Risikopersonen stehen wollen?

Die Krankenkassen können Sie nicht von dieser Liste streichen. Ihr Hausarzt (oder der Arzt, Ihre AMA führt,) kann dies auch nicht tun.

Sie können auf Ihre Einladung warten und diese telefonisch oder über die Web-App verschieben. Sie können dann einen anderen Zeitpunkt wählen oder die Impfung ablehnen. Sie sind nicht verpflichtet, die Auffrischungsimpfung im Herbst zu nehmen. Wenn Sie diese zusätzliche Dosis jedoch insbesondere in Anbetracht der wissenschaftlichen Studien, die ihren Nutzen belegen, erhalten möchten, raten wir Ihnen, nicht zu warten. Diese Maßnahme wird nur ein einziges Mal durchgeführt und die Kampagne endet Ende Oktober.

Wer entscheidet, in welcher Reihenfolge die Einladungen verschickt werden?

Die Krankenkassen haben keinen Einfluss auf die Reihenfolge der Impfungen. Die Einladungen für die Herbstimpfung werden in absteigender Reihenfolge nach Alter (die Ältesten zuerst) und Priorität verschickt. Je nachdem, wie viele Plätze in Ihrer Region zur Verfügung stehen, kann dies in einem anderen Rhythmus geschehen. Es ist beabsichtigt, alle Betroffenen bis spätestens 31. Oktober 2022 zu impfen.

Wenn Sie mehr über die allgemeine Impfstrategie in Belgien erfahren möchten, besuchen Sie die Seite ichlassmichimpfen.be.

Ich brauche ein Covid-Safe-Ticket, kann mich aber nicht impfen lassen. Was kann ich tun?

Die Vorgehensweise, um das Covid-Safe-Ticket (CST) zu erhalten, ist immer noch gültig, aber in der Praxis nicht mehr anwendbar, da das CST derzeit nicht mehr verwendet wird.

Nur sehr wenige Menschen dürfen sich nicht impfen lassen, aber in einigen wenigen Fällen ist es möglich, dass Sie nicht geimpft werden dürfen und ein Covid-Safe-Ticket benötigen.

Wenn Sie zu diesen wenigen Personen gehören, benötigen Sie eine offizielle Bescheinigung eines Referenz-Allergologen, der bestätigt, dass Sie nicht geimpft werden dürfen. Eine Bescheinigung Ihres Haus- oder Facharztes ist nicht ausreichend.

Ein Referenz-Allergologe kann Ihnen eine Bescheinigung ausstellen, wenn Sie gegen PEG oder Polysorbat allergisch sind. Irgendwann wird es Impfstoffe gegen Covid auf dem Markt geben, die diese Stoffe nicht mehr enthalten, und dann können Sie sich impfen lassen

Auch wenn Sie bei der ersten Impfung eine schwere Nebenwirkung erlitten haben, kann es sein, dass Sie keinen sicheren Impfstoff mehr erhalten können, auch nicht im Krankenhaus. In diesem Fall benötigen Sie ebenfalls eine Bescheinigung eines Referenz-Allergologen.

Mit dieser offiziellen Bescheinigung werden Ihre PCR-Tests von Ihrer Krankenkasse erstattet, und zwar für eine unbegrenzte Anzahl. Auf diese Weise entstehen Ihnen für das Covid-Safe-Ticket keine Kosten.

Wie erhalte ich ein europäisches Covid-19-Zertifikat?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieses Zertifikat zu erhalten. Die digitale Version ist ausreichend. Wenn Sie trotzdem eine Papierversion per Post erhalten möchten (nur bei Impfbescheinigungen möglich), beantragen Sie sie rechtzeitig (eine Woche im Voraus).

  • Auf Ihrem Smartphone: Mit der CovidSafeBE-App und einer Anmeldung über Itsme erhalten Sie einen gültigen QR-Code. Wenn Sie dieses Zertifikat (QR-Code) auf Ihrem Smartphone aufrufen, bleibt es in der App zugänglich, sodass Sie es auch ohne Internetverbindung öffnen und zeigen können. 
  • Auf Ihrem PC: Über die Website www.myhealthviewer.be oder www.meinegesundheit.belgien.be und eine Identifizierung über Itsme oder E-Health mit Ihrem Personalausweis erhalten Sie ein PDF des Zertifikats, das den bestätigten QR-Code enthält. Sie können diese PDF-Datei speichern und bei Bedarf ausdrucken. 
  • Regionale Telefonnummer: Über einen interaktiven Anrufbeantworter können Sie Ihre Nationalnummer eingeben und mit dem bestätigten QR-Code eine Impfbescheinigung anfordern. Diese Bescheinigung wird für Sie ausgedruckt und an Ihre offizielle Adresse gesendet. Rechnen Sie mit einer Bearbeitungs- und Versandzeit von mindestens vier Tagen.
  • Deutschsprachige Gemeinschaft: 0800 23 032
  • Brüssel: 02 214 19 19  
  • Wallonie: 071 31 34 93  

Brauche ich eine Papierversion des Zertifikats?

Nein, eine Papierversion ist nicht vorgeschrieben. Die digitale Version des Zertifikats ist die Regel. Auf deinem Smartphone kannst du das Zertifikat speichern (QR-Code), damit du es auch ohne Internetverbindung zeigen kannst.

Ich kann kein europäisches Covid-19-Zertifikat erhalten, was kann ich tun?

Frist für die Bereitstellung der Daten

Ihr Zertifikat ist nicht verfügbar? Dies kann eine einfache Frage der Zeit sein. Es dauert nämlich eine gewisse Zeit, bis die Daten im System verfügbar sind. Konkret heißt das, dass Sie aber online Zugriff auf Ihr Zertifikat haben dürften:

  • Impfung: frühestens 1 Tag nach der Impfung 
  • Genesungszertifikat (Nachweis von Antikörpern bei abgeschlossener Covid-Infektion): mindestens 1,5 Stunden nach der Registrierung des Ergebnisses durch das Labor. 
  • Ergebnis eines PCR-Tests: mindestens 1,5 Stunden nach der Registrierung des Ergebnisses durch das Labor.

Wenn Ihre Daten trotz der Wartezeit immer noch nicht verfügbar sind, wenden Sie sich an das Impfzentrum, das Testzentrum oder das Labor. Die Krankenkasse ist leider nicht in der Lage, dieses Problem zu lösen.

Kein Smartphone oder Computer?

Sie können Ihre Impfbescheinigung telefonisch unter den unten angegebenen Nummern anfordern. Sie geben Ihre Nationalnummer ein, wenn der Anrufbeantworter Sie danach fragt. Eine Papierversion Ihres Zertifikats wird dann an Ihre offizielle Adresse gesendet. Warten Sie nicht mit der Anfrage: Für die Bearbeitung und den Versand Ihrer Bescheinigung ist eine Frist von mindestens 4 Tagen erforderlich. Wenn dieser Grund angegeben wird, erhalten Sie den Impfschein ausschließlich auf dem Postweg.

  • Deutschsprachige Gemeinschaft : 0800 23 032
  • Wallonie : 071 31 34 93 
  • Region Brüssel: 02 214 19 19 

Wenn die obengenannten Lösungen nicht zufriedenstellend sind, können Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. Um Ihr Zertifikat schnell zu erhalten und den Postversand zu umgehen, gehen Sie mit Ihrem Personalausweis zu einer Geschäftsstelle. Vergewissern Sie sich, dass Sie den PIN-Code Ihres Ausweises kennen. Mit Ihrer Erlaubnis wird Ihr Ansprechpartner das Zertifikat für Sie ausdrucken und es Ihnen direkt aushändigen. Bevor Sie sich auf den Weg machen, überprüfen Sie die Öffnungszeiten und Bedingungen (mit oder ohne Termin) unter ckk-mc.be/kontakt