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Neue Bestimmungen seit 1. Januar 2018


Vom 1. Januar 2018 an gelten neue Bestimmungen, insbesondere in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit

Selbständige erhalten ab dem 15. Tag der Arbeitsunfähigkeit Krankengeld

  • Bisher erhielten Selbstständige oder ihre helfenden Ehepartner bei Krankheit, Unfall oder stationärer Behandlung erst nach einem Monat Krankengeld. Die Regierung hat diese ursprünglich 30 Tage währende Karenzzeit jetzt auf 14 Tage gekürzt, damit Selbstständige früher Geldleistungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung beziehen können. Es handelt sich um einen Tagesfestbetrag, der vom Familienstand abhängt. Von den Einkünften der Personen, die mit dem Selbstständigen zusammenleben, hängt es ab, ob dieser als Haushaltsvorstand, Alleinstehender oder Zusammenwohnender betrachtet wird. Die neuen Regeln gelten für die Arbeitsunfähigkeiten (AU), die ab dem 1. Januar 2018 eintreten. Selbstständige, die bereits vor diesem Datum krankgeschrieben sind, erhalten erst ab dem zweiten Monat Krankengeld.
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  • Der Selbstständige muss sich von seinem Arzt eine „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für Selbstständige“ ausstellen lassen (die Krankenkasse stellt Vordrucke mit dem Vermerk „Vertraulich“ zur Verfügung). Auf dieser Bescheinigung muss deutlich stehen, wann die Arbeitsunfähigkeit beginnt und wann sie endet.  Diese urschriftliche Bescheinigung ist der Krankenkasse innerhalb von 7 Kalendertagen nach dem auf dem Attest vermerkten Anfangsdatum der Arbeitsunfähigkeit mit der Post zu übersenden. Der Poststempel ist ausschlaggebend (1). Wenn die Arbeitsunfähigkeit also beispielsweise am 5. Januar beginnt, muss die Bescheinigung spätestens am 19. Januar versandt werden.
  • Wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als ursprünglich vom Arzt angegeben anhält, muss der Arzt innerhalb von zwei Kalendertagen ab dem Datum der Verlängerung eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausfüllen. Auch auf diesem neuen Attest muss ein voraussichtliches Ende der Arbeitsunfähigkeit stehen. Außerdem ist das Feld „Verlängerung“ anzukreuzen.  Diese zweitägige Frist gilt auch für Rückfälle, d.h. eine neue Arbeitsunfähigkeit innerhalb von 14 Tagen nach der Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit (ganz gleich ob der medizinische Grund derselbe oder ein anderer ist).
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Aufwertung der Geldleistungen

Einige Geldleistungen wurden ab 1. Januar 2018 aufgewertet.

Berechnung der Geldleistungen bei Entfernung vom Arbeitsplatz

Wenn am Arbeitsplatz Gesundheitsrisiken für Mutter und Kind bestehen, kann der Arbeitsmediziner eine Entfernung vom Arbeitsplatz anordnen. Seit dem 1. Januar 2018 gelten neue Bestimmungen für die Geldleistungen der Krankenversicherung, die als Ersatz für den Verdienstausfall wegen teilweiser Entfernung vom Arbeitsplatz gezahlt werden. Hier finden Sie einen Überblick über mögliche Situationen mit den entsprechenden Geldleistungen:

  1. Sie sind bei einem Arbeitgeber beschäftigt, der Ihnen keine andere Arbeit anbieten kann. Sie sind vollständig von der Arbeit entfernt und erhalten Geldleistungen von Ihrer Krankenkasse. Das sind 78,237 Prozent Ihres Bruttogehalts, wenn Sie während der Schwangerschaft (also vor der Entbindung) vom Arbeitsplatz entfernt wurden. Die Geldleistungen betragen 60 Prozent Ihres Bruttogehalts, wenn Sie nach der Geburt vom Arbeitsplatz entfernt wurden.
  2. Sie sind bei einem Arbeitgeber angestellt, der Ihnen eine andere (risikofreie) Arbeit anbieten kann, für deren Ausübung Sie auf einen Teil Ihres Gehalts verzichten müssen. Die Geldleistungen Ihrer Krankenkasse entsprechen 60 Prozent der Differenz zwischen dem Bruttogehalt Ihrer ursprünglichen Tätigkeit und der Entlohnung Ihrer ausgeführten Alternativarbeit. Um die Höhe des Gehalt zu erfahren, benötigt die Krankenkasse eine monatliche Bescheinigung Ihres Arbeitgebers. Die Differenz kann möglicherweise auf einen Maximalbetrag begrenzt sein.
  3. Sie sind bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt und werden bei einem oder mehreren Arbeitgebern (nicht bei allen Ihren Arbeitgebern) vom Arbeitsplatz entfernt. Die Geldleistungen der Krankenkasse entsprechen 60 Prozent des beruflichen Einkommens bei dem (den) Arbeitgeber(n), der (die) sie vom Arbeitsplatz entfernt hat (haben).

Elektronische Behandlungsbescheinigung (eAttest)

Nachdem Ihr Hausarzt Sie untersucht hat, stellt er Ihnen eine Behandlungsbescheinigung aus, die Sie Ihrer Krankenkasse zur Abrechnung vorlegen. Dank der Digitalisierung haben die Ärzte für Allgemeinmedizin (Hausärzte) seit dem 1. Januar 2018 die Möglichkeit, diese Behandlungsbescheinigung auf elektronischem Weg direkt an Ihre Krankenkasse zu schicken. Diese neue Dienstleistung heißt eAttest (für elektronische Behandlungsbescheinigung).
 
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Sonderseite
 
Zögern Sie nicht, mit Ihrem Hausarzt darüber zu sprechen.