Covid-19GesundheitSchwangerschaft und EntbindungDie Geburt

Die Rückkehr nach Hause

Die ersten Wochen zu Hause mit Ihrem Baby verlangen Ihnen viel Energie ab. Versuchen Sie, zu delegieren, Hilfe von Ihren Angehörigen anzunehmen, auf die Bedürfnisse Ihres Kindes zu hören und auch zu versuchen, Zeit zu finden, in der Sie sich um sich selbst kümmern.

Ihr Körper braucht Ruhe, um sich von der Geburt Ihres Kindes zu erholen. Ihre Stimmung wird sehr schwankend sein, Sie können vom Lachen zum Weinen übergehen, es handelt sich um den berühmten „Baby-Blues“! Die Veränderungen in Ihrem Leben können dazu führen, dass Sie die Orientierung verlieren, die Sie vorher hatten.

Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Rhythmus zu finden und Ihr Kind in aller Ruhe zu „entdecken“. Fachleute stehen Ihnen bei Ihren ersten Schritten zur Seite. Denken Sie daran, dass es neun Monate gedauert hat, bis Sie ein Kind zur Welt gebracht haben, und dass es möglicherweise nochmals so lange dauern, bis sich Ihr Körper erholt hat.

Inhaltsverzeichnis

Die Betreuung Ihres Neugeborenen

Eine Gesundheitsnachsorge ist ein regelmäßiger Kontakt mit einem Arzt, einer Hebamme oder einer Beraterin von Kaleido, um den Gesundheitszustand, die Entwicklung und die Umgebung, in der Ihr Kind aufwächst, zu besprechen.

Wer kann Sie begleiten? 

Die Hebamme: versorgt nicht nur Sie, sondern hilft Ihnen auch bei der Pflege Ihres Babys. So kann sie zum Beispiel sein Gewicht oder die Heilung des Bauchnabels überwachen und Ihnen Ratschläge zu seiner Ernährung, seinem Schlaf und der Entwicklung seiner Fähigkeiten geben.

Die Beraterin von Kaleido: wenn Sie während Ihres Aufenthalts auf der Entbindungsstation Ihre Einwilligung gegeben haben, kann eine Betreuerin von Kaleido zu Ihnen kommen und Sie über die Kinderberatung in Ihrer Nähe und die Ihnen zur Verfügung stehenden Dienstleistungen informieren.

Der Kinderarzt: bevor Sie die Entbindungsstation verlassen, sollten Sie bereits einen ersten Besuch beim Kinderarzt planen

Der Hausarzt: manche Allgemeinmediziner erklären sich bereit, die Gesundheit von Säuglingen ab dem jüngsten Alter zu überwachen. Andere fühlen sich bei der Arbeit mit älteren Kindern wohler und empfehlen Ihnen, einen Kinderarzt aufzusuchen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt. 

Auch wenn alles gut geht, sollten Sie innerhalb von zehn bis 14 Tagen nach der Geburt Ihres Kindes einen Arzt aufsuchen. Entweder einen Kinderarzt oder den Hausarzt, um seinen Gesundheitszustand und seine Gewichtszunahme zu überwachen. Das ist zudem eine gute Gelegenheit, über die Ernährung zu sprechen, alle Fragen zum Schlaf, zum Weinen oder zu den Impfungen des Babys zu stellen.

Wann müssen Sie einen Arzt aufsuchen?

In den ersten Wochen passen sich die physiologischen Funktionen des Neugeborenen allmählich an sein neues Leben an. 

Wenn Ihr Baby bis zum Alter von zwei  Monaten eines der folgenden Anzeichen zeigt, suchen Sie umgehend einen Arzt auf:

  • Ihr Baby hat anhaltend hohes Fieber (Temperatur über 38°C);
  • es hat Atembeschwerden;
  • es hat weniger als fünf nasse Windeln während 24 Stunden ab dem fünften Lebenstag;
  • es hatte in der ersten Lebenswoche während 48 Stunden keinen Stuhlgang;
  • seine Hautfarbe nimmt gelbliche Züge an und es isst nicht mehr so oft wie sonst;
  • es erbricht sich regelmäßig;
  • es hat ein ungewöhnliches Verhalten: es ist sehr unruhig und schreit heftig. Oder im Gegenteil, es ist nicht sehr reaktiv und weint schwach, es wacht nicht mehr auf, um zu saugen;
  • es ist blass, seine Lippen sind bläulich.

Wenn Ihr Kinderarzt nicht erreichbar ist, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, abends oder am Wochenende an den Bereitschaftsdienst der Hausärzte oder an die pädiatrische Notaufnahme des Krankenhauses in Ihrer Nähe.

„Vor der Geburt hatten wir Hilfe, aber danach nichts mehr. Wir kamen mit unserem Baby nach Hause - und das war's. Man muss Antworten in Büchern, im Internet oder in der Familie finden. Das ist nicht einfach.“

„Die Mitarbeiterin von Kaleido und die Hebamme haben sich so abgesprochen, dass ihre Besuche nicht auf den gleichen Tag fallen. So konnte ich jeden Tag nach meiner Rückkehr mit jemandem sprechen, mir eine Verschnaufpause gönnen und meine Fragen stellen. Dadurch empfand ich weniger Druck.“

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Der Baby-Blues

Mutter und Baby geht es gut! Ist dann alles in Ordnung? Nicht wirklich! Sie weinen grundlos. Alles erscheint Ihnen unüberwindbar, Ihre Kehle ist zugeschnürt.... Das ist der berühmte „Baby-Blues“!.

Diese Phase der Niedergeschlagenheit betrifft 30 bis 80 Prozent der jungen Mütter und dauert in der Regel nur wenige Tage. Die Aufenthalte auf der Entbindungsstation werden immer kürzer. Daher besteht die Gefahr, dass Sie diese Zeit außerhalb des beruhigenden Rahmens der Entbindungsstation und der Anwesenheit von Hebammen erleben.

Um diese schwierige Zeit zu überstehen, gönnen Sie sich Ruhe und versuchen Sie, Arbeiten zu übertragen. Versuchen Sie, mit sich selbst nachsichtig zu sein und auf Ihre eigenen Gefühle zu hören. Jetzt ist nicht die Zeit zu beweisen, dass Sie  „Wonder Woman“ sind!

Wie äußert sich der Baby-Blues?

Müdigkeit, Tränen, traurige Gedanken und Schlafstörungen beginnen am dritten Tag nach der Geburt, manchmal auch etwas später. Dann verschwinden Tränen und Ängste nach ein paar Tagen, manchmal auch nach ein paar Stunden. Der Körper spürt das abrupte Absinken des Progesteronspiegels, der während der Schwangerschaft sehr hoch ist. Das wirkt sich auf Ihre Stimmung aus.

Das ist auch ein wenig wie ein Rückschlag nach der Geburt, eine Mischung aus Müdigkeit und einer Überlastung durch verschiedene Emotionen. Sie wissen nicht wirklich, warum es Ihnen nicht gut geht, Sie denken sogar, dass es Ihnen gut geht, Sie weinen und lachen gleichzeitig… 

Der Baby-Blues ist ein häufiges, natürliches Ereignis, das Sie nicht beunruhigen sollte.  Ihr Partner und Ihre Familie verstehen vielleicht nicht, was passiert Sie sollten aber dennoch deren Hilfe und Unterstützung suchen.

Die Depressionen nach der Geburt

Der Baby-Blues, eine vorübergehende Form der Niedergeschlagenheit , hat nichts mit einer echten postpartalen Depression zu tun. Denn die postpartale Depression ist gekennzeichnet durch ein intensives Schuldgefühl oder die tiefe Überzeugung der jungen Mutter, dass sie sich nicht imstande sieht, für das Baby zu sorgen. Dieser Zustand wirkt sich auf die Mutter-Kind-Beziehung und das Wohlbefinden des Babys aus.

Die Symptome können nach der Geburt beginnen oder innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt auftreten. Wenn Sie sich in dieser Umschreibung wiederfinden, wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Hausarzt, Ihre Hebamme oder Ihren Gynäkologen. Die postpartale Depression wird nicht von selbst verschwinden: sie erfordert medizinische Betreuung und Behandlung.

Wenn einige Mütter depressiv sind, können manche Babys besonders schwierig sein. Ein Baby zu haben, das ständig weint, krank ist oder nicht genug trinkt, passt nicht zu dem idealen Bild, das sich eine Frau während der Schwangerschaft gemacht hat. Das ist kein sehr positives Bild für eine Mutter, die bereits durch Müdigkeit und Baby-Blues geschwächt ist.

Ihr Umfeld kann Ihnen helfen, die Situation zu entschärfen, z.B. indem es sich um das Baby kümmert, damit die Mutter zur Ruhe kommt.  Unverhältnismäßige, wenn auch gut gemeinte Ratschläge, sollten vermieden werden, wenn es offensichtlich nicht der richtige Zeitpunkt ist. Die jungen Eltern benötigen Einfühlsamkeit und Freundlichkeit. 

Gut zu wissen

Mitunter ist es sinnvoll, sich von Fachleuten beraten und helfen zu lassen. Die CKK erstattet bis zu 15 Euro pro psychologischer Beratung bei einem anerkannten Leistungserbringer (bis zu 180 Euro im Jahr pro Leistungsempfänger), ohne Altersgrenze.

„Ich war vor den Heulkrisen gewarnt worden, sagte mir aber: ‚Ich bin eine starke Frau, das wird mir nicht passieren!‘. Und dennoch fand mich mein Mann mehrmals weinend mit dem Baby in den Armen. Ich lächelte ihn schluchzend an und sagte ihm, dass alles in Ordnung sei. Er verstand nichts mehr. Und ich auch nicht.“

„Als ich das Gesicht meines Babys erblickte, war ich enttäuscht. Es war rot und zerknittert. Ich schämte mich für meine Reaktion und fühlte mich wie eine unwürdige Mutter. Ich wagte es nicht, es jemandem zu sagen, ich war mit meinen Gefühlen allein gelassen. Am Ende vertraute ich mich der Krankenschwester an, die mich zu Hause besuchte. Sie hörte mir zu und beruhigte mich. Es war ein tolles Gefühl, sich verstanden zu fühlen.“

„Meine Entbindung verlief überhaupt nicht gut. Ich bin alleinerziehende Mutter und hätte nicht gedacht, dass es so schwierig werden würde. Während meines Aufenthalts auf der Entbindungsstation wurde ich verwöhnt und von Krankenschwestern und Freunden unterstützt. Aber sobald ich nach Hause kam, fühlte ich mich verloren, unfähig, mich um das Baby zu kümmern. Ich hatte Angst, dass es nicht genug Milch bekommen würde, und Angst vor Atemstillstand. Ich war überzeugt, eine schlechte Mutter zu sein. Wenn es weinte, zitterte ich am ganzen Körper. Es war schrecklich!“

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Die Unterstützung durch die Familie

Die Geburt eines Babys stellt das Leben und die Organisation der Familie auf den Kopf. Wie geht es dem Vater? Behütet er das Baby ständig oder ist er eher abwesend? Welchen Platz nehmen die Großeltern des Kindes ein? Wie laufen die Beziehungen zwischen der jungen Mutter und ihrer Mutter oder Schwiegermutter? Jeder passt sich so gut wie möglich an, entsprechend seiner Persönlichkeit, Erfahrung und seinen Werten.

Welche Rolle nimmt der Vater ein?

Der Partner hat eine wesentliche Rolle, die sich von der der Mutter unterscheidet, diese jedoch ergänzt. Möglicherweise haben Sie sich bereits während der Schwangerschaft mit Ihrer künftigen Vaterrolle auseinandergesetzt. Oder aber das wirkliche Bewusstsein für Ihr Kind erfolgte erst zum Zeitpunkt der Geburt.

Möglicherweise haben Sie Schwierigkeiten, Ihren Platz zu finden und fürchten sich davor, Ihre neue Rolle zu übernehmen. Sie verspüren Angst davor, ungeschickt  Und "nicht bereit“ zu sein.  Doch auch Sie haben das Recht, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern!

Sie haben Anspruch auf zehn Tage Vaterschaftsurlaub. Ist das nicht eine großartige Gelegenheit, Ihre Partnerin zu unterstützen und Ihr Kind zu entdecken, eine Beziehung zu ihm aufzubauen? Oder aber,  Sie sparen sich diese wertvollen Tage für später auf. Oder Sie nehmen Elternurlaub, wenn Ihre Partnerin wieder arbeitet.

Nehmen Sie sich die Zeit, um gemeinsam über die richtige Verteilung der  Vater- und Mutterrolle sowie die Aufgabenteilung zu sprechen. Es gibt kein ideales Modell. Jeder beteiligt sich entsprechend seiner Persönlichkeit, der Dynamik des Paares und seines Berufslebens. Nur Geduld: Das nötige Gleichgewicht stellt sich nach und nach ein.

„Das Baby hat fast jede Nacht geweint. Deshalb haben wir uns abgewechselt. So konnte ich auch einmal zur Ruhe kommen mir sagen, dass ich nicht alleine war.“

„Nach meiner Rückkehr von der Entbindungsstation kümmerte sich mein Mann um unsere große Tochter, sie waren ein gutes Team. Ich konnte mich ganz ohne Schuldgefühle dem Baby widmen.“

„Beim zweiten Kind war der Vater nicht oft da, weil er viel arbeiten musste, und er dachte, es sei normal für mich, allein zurechtzukommen. Ich musste ihm sagen: ‚So geht es nicht weiter, du musst dies und jenes tun‘. Ansonsten hätte er nichts getan. Manchmal habe ich ihn sogar herumgeschubst und gebeten, einfach die Augen zu öffnen und zu sehen, was zu tun ist, und das dann auch wirklich zu tun.“

„Ich fing ziemlich schnell an, das Kind abends zu baden, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam. Währenddessen konnte meine Partnerin ein wenig verschnaufen oder in aller Ruhe kochen. Jetzt, da die Kinder etwas älter sind, mache ich das immer noch, wir unterhalten uns im Badezimmer, sie erzählen mir von ihrem Schultag. Und manchmal tauschen wir: Meine Partnerin ist dann fürs Bad und ich für die Küche zuständig“.

Und die Großeltern?

Die Großeltern sind oft die ersten, die sich auf die Ankunft des Babys in der Familie freuen. Welchen Platz sie in Ihrem täglichen Leben einnehmen werden, hängt von der geografischen Nähe ab, ob sie noch berufstätig sind oder nicht, von der Beziehung zu Iden werdenden Eltern während der Schwangerschaft...

Großeltern spielen eine ergänzende Rolle zu den Eltern. Sie können von Zeit zu Zeit einspringen, wenn das Elternpaar beispielsweise ausgehen möchte oder wenn das Baby krank ist. Oder aber sie nehmen eine zentralere Rolle ein, wenn sie die Betreuung des Babys übernehmen, während die Eltern arbeiten.

Manchmal sind die Großeltern aufdringlich. Obwohl sie es gut meinen, können sie ein wenig zu sehr in Ihre Entscheidungen bezüglich des Kindes eingreifen. Kommentare zum Stillen, die richtige Art der Babypflege... was ursprünglich eine gute Absicht war, kann schnell ins Gegenteil umschlagen! 

Sie alleine sind die Eltern und treffen die Entscheidungen. Alles hängt also von der Kommunikation zwischen Eltern und Großeltern ab.

„Mein Sohn geht zu meiner Schwiegermutter, wenn ich arbeite. Sie tut sicher ihr Bestes. Aber ich werde nicht gut fertig mit der Art und Weise wie sie mit dem Kind umgeht, weil sie überzeugt ist, dass sie das besser kann als ich. Da ich sie jedoch brauche, beiße ich mir auf die Zunge“.

„Meine Mutter mischt sich immer wieder in unsere Entscheidungen als Eltern ein: ‚Du musst  drei  Stunden zwischen den Mahlzeiten einhalten. Leg ihn hin, denn ihm ist bestimmt zu warm, wenn du ihn die ganze Zeit in deinen Armen hältst. Hör nicht auf sein Weinen, das ist nur eine Laune, er will nur getragen werden. Gib ihm den Schnuller, sonst will er die ganze Zeit nur an deine Brust‘. Ich glaube, ich werde verrückt!  Ich wage nicht, ihr zu sagen, dass das unsere Entscheidung ist, dass mein Mann und ich das so wollen“.

„Meine Mutter war fantastisch. Zwei Monate nach der Geburt sah sie mir in die Augen und sagte: "Du, meine Kleine, du musst mal auf andere Gedanken kommen." Und anstatt mir große Reden zu halten, nahm sie die beiden Kleinen für ein ganzes Wochenende mit. Danke, ihr seid tolle Großeltern!“ 

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Die älteren Geschwister lernen das Baby kennen

Ein Kind jeden Alters kann besorgt sein, wenn ein Baby als neues Familienmitglied hinzustößt. Geben Sie ihm Zeit, sich an seine neue Rolle zu gewöhnen, seine Gefühle auszudrücken und sich zu vergewissern, dass es noch seinen Platz in Ihrem Herzen hat. 

Schenken Sie Ihren anderen Kindern im Alltag ein wenig Aufmerksamkeit, während jemand anderes sich um das Baby kümmert. Lassen Sie es das Baby berühren, wenn es möchte, aber zwingen Sie es nicht dazu. Es muss seine Gefühle zum Ausdruck bringen dürfen. Wenn Besuch kommt, sorgen Sie dafür, dass das Baby nicht ausschließlich im Rampenlicht steht, sondern auch das ältere Kind beachtet wird. Sorgen Sie dafür, dass die Besucher auch dem anderen Kind ein kleines Geschenk mitbringen. 

Beziehen Sie das ältere Kind in die Säuglingspflege mit ein, wenn es dies wünscht. Indem Sie Ihrem Kind zahlreiche kleine, altersgerechte Aufgaben geben, zu denen es bereits fähig ist und die ihm das Gefühl geben, schon groß zu sein, steigern Sie sein Selbstwertgefühl. Aber vermeiden Sie jegliche Form von Druck. Sie können ihm erklären, dass Sie alles, was Sie jetzt für das Baby tun, auch für es selbst getan haben, als es noch ganz klein war. Das ist auch ein guter Zeitpunkt, um das Fotoalbum hervorzukramen und ihm zu zeigen, wie es das erste Bad genommen hat, wie es mit Ihnen geschmust hat usw. 

Ihr älteres Kind muss das Gefühl haben, dass alles „so weiter geht wie bisher“. Versuchen Sie, seine Außenaktivitäten nicht zu sehr zu verändern, Tagesmutter, Schule, Spielen, … Versuchen Sie, die Familie und die Freunde einzuspannen, damit alles seinen gewohnten Gang geht.

Möglicherweise wird das ältere Kind zu Entwicklungsstufen zurückkehren, die es scheinbar bereits hinter sich gelassen hatte: Es wird wieder Einnässen, den Daumen lutschen, vielleicht stottern, die Brust nehmen wollen… Das sind normale und vorübergehende Reaktionen. Sie sollten Ihr Kind deswegen nicht tadeln. Gleichzeitig sollten Sie streng sein, wenn es um die erforderlichen Grenzen geht. 

„Mein Sohn, der normalerweise ein richtiger Draufgänger ist, wollte nach der Geburt seiner kleinen Schwester plötzlich wieder eine Flasche und sein Schmusetier, die er seit zwei Jahren nicht mehr gebraucht hatte… ein kleiner, glücklicherweise vorübergehender Rückschritt“.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis