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Die E-Zigarette als Alternative?

Ist die E-Zigarette wirklich so ungefährlich für unsere Gesundheit? Oder sogar ein Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung?

Die elektrische Zigarette, auch E-Zigarette genannt, ruft beinahe das gleiche Gefühl hervor wie eine klassische Zigarette. Doch, ist sie tatsächlich so ungefährlich für unsere Gesundheit, wie häufig behauptet?

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge, gibt es unterdessen mehr als 400 verschiedene Marken E-Zigaretten. Die sogenannten Liquids (Flüssigkeiten), welche in den elektrischen Zigaretten enthalten sind, können unter Umständen Giftstoffe enthalten oder sogar einen relativ hohen Prozentsatz Nikotin. Bis heute bestehen keine Standartnormen für diese besagte E-Zigarette.

Der große Unterschied zur Tabakzigarette ist, dass sie nicht qualmt sondern dampft. Dieser Unterschied ist von Bedeutung, da die Verbrennung von Tabak giftige Substanzen produziert (u.a. Kohlenmonoxid und krebserzeugende Substanzen). Die E-Zigarette hingegen enthält weder Tabak, noch Papier, noch 2500 chemische Inhaltsstoffe wie die klassische Zigarette. Allerdings bleibt Nikotin, der eigentliche Suchtverursacher, in den Liquids der E-Zigaretten enthalten.

Demnach ist es nicht uninteressant, sich mit ihren Auswirkungen auf die Gesundheit auseinanderzusetzen. Es gibt verschiedene Meinungen zu diesem Thema.

Die Befürworter betonen, dass eine Zigarette, die keinen Rauch verursacht, weniger schädlich ist, als eine Tabakzigarette. Einige befürworten sogar, dass sie ein Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung sind (ähnlich wie Patchs oder Kaugummis).
Die Gegner warnen davor, dass die negativen Einflüsse der elektrischen Zigaretten noch nicht bekannt sind. Die Folgen regelmäßigen Einatmens ihres Dampfs könnten auf Dauer gefährlich sein für die Gesundheit. Das ist u.a. die allgemeine Aussage der Weltgesundheitsorganisation.

Die E-Zigarette ist sehr verlockend für Jugendliche. Eine Studie der belgischen Vereinigung gegen Krebs „Fondation contre le Cancer“ bewies, dass insbesondere Jugendliche zwischen 15 und 24 neugierig sind, die elektrische Zigarette zu testen. Außerdem machen die künstlichen Liquids (Vanille, Caramel, Nuss, …) sie besonders attraktiv. Nikotinhaltige E-Zigaretten können schnell süchtig machen oder zum Rauchen von Tabakzigaretten verleiten.

Es gibt kaum Kontrolle über die Inhaltsstoffe der Liquids. Demnach ist es wichtig sich genau zu informieren woher die Substanzen kommen, die in diesen Flüssigkeiten enthalten sind, bevor man sie einatmet. 

Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Idee, unterstreicht die Vereinigung gegen Krebs, dass „die Senkung des Zigarettenkonsums nicht unbedingt Herzkrankheiten vermindert und das Risiko auf Krebs sich dadurch nur gering senken lässt“. Ganz aufhören zu Rauchen bleibt definitiv die beste Lösung für die Gesundheit. Auch wenn „Dampf einatmen“ weniger gefährlich ist als „Rauch einatmen“, bleiben die Risiken noch zu bestätigen… Der Hohe Gesundheitsrat Belgiens rät deshalb zur Vorsicht.