Die Befreiung von der Sucht ist ein schwieriger Prozess, der Zeit erfordert (einige Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre) und von jedem Einzelnen selbst abhängt. Die Loslösung kann körperlich sein (in der Phase der „Entwöhnung“), aber auch psychisch. Alles hängt von der Motivation der Betroffenen ab. Aber der Wille allein genügt nicht immer. Die Hilfe von Fachleuten und die Unterstützung durch die Angehörigen sind meistens unverzichtbar.

Unsere heutige Gesellschaft neigt dazu, Drogen und im weiteren Sinne Süchte zu tabuisieren oder dazu, die Betroffenen an den Rand der Gesellschaft zu drängen bzw. die Tatsachen zu verniedlichen. Suchtkranke verstecken sich aus Scham oder Angst vor Ausgrenzung und stehen häufig mit ihren Problemen allein. Dadurch schließt die bürgerliche Gesellschaft die Augen davor, dass dieser übermäßige Konsum oder diese Exzesse sehr oft nur ein Rädchen in einem komplexen Räderwerk ist. Nur wenn das Ausmaß des Problems erkannt wird, hat der Suchtgefährdete eine langfristige Aussicht, von seiner Sucht loszukommen. Die Rolle seiner Angehörigen und/oder von Fachleuten ist hierbei entscheidend.

Gesundheitsinfo: CKK-Gesundheitsförderung