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Verstopfung

Ein sehr persönliches Thema - Jeder hat beim Stuhlgang seinen eigenen Rhythmus.

Ein Thema, das uns alle angeht! Jeder hat beim Stuhlgang seinen eigenen Rhythmus: zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich.

Wir reden von „Verstopfung“, wenn sich das Bedürfnis, zur Toilette zu gehen, weniger häufig als gewohnt einstellt, wenn die Stuhlgang-Menge ungewöhnlich gering ist oder wenn beim Stuhlgang Schmerzen auftreten. Verstopfung kann ein vorübergehendes Phänomen oder auch chronisch sein. Gewöhnlich sind Völlegefühl und manchmal auch Appetitlosigkeit die begleitetenden Erscheinungen. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich.

Die Behandlung bestimmter Krankheitsbilder durch besondere Behandlungsmethoden kann zu Verstopfung führen. Daher ist es wichtig, die Ursachen zu erforschen. So kann beispielsweise ein Dickdarm-Tumor den Verdauungstrakt teilweise versperren.

Verstopfung ist oft die Folge von plötzlichen Änderungen unserer Gewohnheiten (neue Arbeitsstelle, Umzug, Reise), von  mentalen Störungen (Depression, Stress) oder von schlechten Lebensgewohnheiten. Eine Funktionsstörung der Schilddrüse oder Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Arzneimitteln können ebenfalls zu Verstopfung führen.

Sie sollten unbedingt Ihren Arzt konsultieren, wenn Sie eine der folgenden Feststellungen machen :

  • Schleim oder Blut im Stuhl; 
  • abwechselnd harter/schmerzhafter Stuhl und Durchfall; 
  • weniger häufiger Drang zum Stuhlgang ohne ersichtlichen Grund.

Wir weisen darauf hin, dass Verstopfung selten mit einer ernsthaften Erkrankung zu tun hat. Geringfügige Anpassungen Ihrer Ernährungsgewohnheiten und Ihres Lebenswandels sorgen in der Regel wieder „für geordnete Verhältnisse“.

Gesunde Ernährung und Bewegung

Glücklicherweise sind in den meisten Fällen Funktionsstörungen im Darm wegen schlechter Ernährungsgewohnheiten oder Lebensführung für Verstopfung verantwortlich. Betroffen sind in erster Linie Menschen, die unzureichend trinken, zu wenig Ballaststoffe zu sich nehmen und wenig oder keine körperliche Bewegung praktizieren. Betagte, fieberkranke und auf längere Zeit bettlägerige Menschen werden in diesem Zusammenhang oft genannt. Trinken Sie deshalb täglich vorzugsweise 1,5 bis 2 Liter Wasser, um den Darm und somit auch den Stuhl mit Flüssigkeit zu versorgen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, auf nüchternem Magen ein Glas Wasser oder Fruchtsaft zu trinken. Zerkauen Sie Ihre Speisen genügend und nehmen Sie ausreichend Ballaststoffe zu sich. In der Regel reichen täglich 300 gr. Gemüse und zwei bis drei Früchte; sowie Getreide (Vollkornbrot) oder Müsli (reich an Ballaststoffen). Reichern Sie Ihre Speisen mit Weizenkleie an: in einem Joghurt beispielsweise, oder in einem Glas Milch. Bewegung regt die Darmtätigkeit an: demzufolge sollten Sie wenigstens ein halbe Stunde lang spazieren gehen, Rad fahren oder Treppen steigen (anstatt den Aufzug zu benutzen).

Und schließlich: folgen Sie stets und unmittelbar ihrem Drang, die Toilette aufzusuchen. Versuchen Sie dafür eine gewisse Regelmäßigkeit in ihrem Tagesablauf einzubauen. Ohne Zeitdruck!

Abführmittel - nicht nur aus der Apotheke!

Eine gesunde Lebensweise macht Abführmittel in der Regel überflüssig. Und wenn Sie schon auf Abführmittel zurück greifen, fragen Sie stets vorher Ihren Arzt oder Apotheker! Zu den natürlichen Abführmitteln gehören Rhabarber oder Pflaumen. Zwei Löffel Olivenöl während einiger Tage haben zwar keinen herausragenden Geschmack, sind aber sehr gesund.

Dr Michael Callens – Pressemitteilung in unserer französischsprachigen Zeitung « En Marche » - erschienen am 20. September 2007

Gesundheitsinfo: CKK-Gesundheitsförderung

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