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Mangelernährung im Alter

Ältere Menschen leiden nach einem Krankenhausaufenthalt, beim Einzug in ein Alten- und Pflegeheim oder auch zu Hause häufig an Mangelernährung.

Ältere Menschen leiden nach einem Krankenhausaufenthalt, beim Einzug in ein Alten- und Pflegeheim oder auch daheim häufig an Mangelernährung. In Frankreich sind 5 bis 10 Prozent der älteren Menschen zu Hause und dreissig bis fünfzig Prozent in Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt von diesem Phänomen betroffen. Diese Ziffern verdienen Beachtung, da Mangelernährung nicht nur die Gesundheit gefährdet, sondern zudem die Lebensqualität maßgebend beeinträchtigt. 

Was bedeutet Mangelernährung?

Mangelernährung bedeutet, dass die Nahrungszufuhr quantitativ und/oder qualitativ über einen längeren Zeitraum nicht bedarfsdeckend ist. Häufig handelt es sich um einen generellen Mangel an Energie und Nährstoffen. Wenn diesem Phänomen nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird, verschlechtert sich das Allgemeinbefinden der betroffenen Person, die Muskulatur baut ab und die Bereitschaft, sich zu bewegen wird immer geringer. Die dadurch erhöhte Sturzgefahr erhöht das Frakturrisiko mit seinen bekannten und gefürchteten Komplikationen: nicht zuletzt droht bleibende Immobilität.
Mangelernährung wird häufig mit Dehydrierung (Austrocknen des Körpers) in Zusammenhang gebracht und entsteht zunächst schleichend, sodass ein Teufelskreis zu entstehen droht: weniger essen vermindert den Appetit und schwächt den Körper. Dadurch fehlen die notwendigen Energien, den Speisesaal aufzusuchen, Einkäufe zu machen, selber zu kochen und ... zu speisen.

Mangelernährung erkennen - 4 Merkmale

  • Ungewollter Gewichtsverlust: eine Gewichtsabnahme von mehr als 2 kg in einem Monat gilt als bedenklich. Darüber hinaus – bei einer Abnahme von 5 Prozent des Körpergewichts innerhalb eines Monats oder 10 Prozent in einem Halbjahr – liegt eine Mangelernährung vor.
  • Nachlassender Appetit: wenn die Person immer weniger Nahrung zu sich nimmt, kann eine Ernährungsbilanz Aufschluss über ein bestehendes Problem geben. 
  • Der Kühlschrank ist ungewöhnlich leer:  wenn die Person ihre Einkäufe reduziert oder seltener zum Essen geht, besteht Gefahr auf verminderte Ernährung.
  • Die verspeiste Menge ist nicht ausschlaggebend; es kommt auf die Qualität der Nahrungsmittel an. In einem Stück Apfeltorte sind weniger notwendige Nährstoffe drin, als in einem Schinken-Käse-Brot. Ein Stück Fleisch kann im gleichen Zusammenhang nicht unbegrenzt durch ein Pasta-Gericht ersetzt werden. Zur Vorbeugung einer Mangelernährung achten Sie also auf eine ausgeglichene Ernährungsweise.

Welches sind die Ursachen für Mangelernährung?

Das Phänomen der Unterernährung tritt häufig bei einem Krankenhausaufenthalt auf. Stress, Operation, Müdigkeit, Schmerzen, Qualität der angebotenen Speisen, usw. sind Faktoren, die zu einer verminderten Nahrungsaufnahme führen können. Hinzu kommt die Tatsache, dass Hunger und Durst im Alter nachlassen. Die Aufnahme in einem Altenheim kann ein weiterer auslösender Faktor sein: mit dem Wohnsitzwechsel ist Stress verbunden, es fehlen gewohnte Bezugspunkte, ein neuer Ernährungsplan...
Es gibt jedoch noch andere Gründe für Mangelernährung: Probleme im Bereich der Mund- und Zahngesundheit oder der Kaufähigkeit, Magen- und Darmstörungen, Einnahme von Arzneimitteln, Krankheit, Verlust eines Partners, Einsamkeit, Depression, bescheidenes Einkommen, eingeschränkte Mobilität, usw...

Kampf gegen Mangelernährung

Zur Aufrechterhaltung einer weitgehenden Autonomie bei älteren Menschen gilt vorrangig die regelmäßige Bewegung: sie dient der Erhaltung von Muskeltonus und –masse und schützt vor Bewegungsmangel und Isolation. Zu den weiteren Empfehlungen gehören: täglich aus dem Haus gehen, Einkäufe oder Haushalt machen, weiter mit Freunden ausgehen oder gärtnern.
Personen aus dem direkten Umfeld können auch ihren Beitrag leisten, indem sie:

  • regelmäßig den Gesamtzustand des älteren Menschen überwachen; 
  • den Inhalt seines Kühlschranks überprüfen; 
  • gemeinsame Mahlzeiten vorschlagen; 
  • seine Mahlzeiten durch frisches Obst und Gemüse bereichern ; 
  • einen Arztbesuch vorschlagen, damit Allgemeinbefinden und Arzneimitteleinahme überprüft werden;  
  • über die Dienstleistungen der häuslichen Hilfe und Pflege informieren (Mahlzeitenzubereitung, Einkäufe, …).

Vorteille und Leistungen


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