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Recht auf Vermittlung


Jedes Krankenhaus hat einen Vermittlungsausschuss. Dieser Dienst berät Sie, wenn Sie mit den erbrachten Gesundheitsleistungen unzufrieden sind und sorgt dafür, dass sich Versämnisse nicht wiederholen.

Iris

Ich musste ins Krankenhaus. Es waren bereits einige Tage vergangen und ich hatte immer noch keinen Arzt gesehen. Mir gefallen die wortkarge Art und der völlig fehlende Kontakt mit dem Arzt in diesem Krankenhaus überhaupt nicht.

An wen kann ich mich in diesem Fall wenden?

Jedes Krankenhaus hat eine Ombudsstelle*. Die zuständigen Vermittlungsbeauftragten sind stets ansprechbar und Sie können Ihre Beschwerde noch während Ihres Krankenhausaufenthalts vorbringen. Auf diese Weise brauchen Beschwerden nicht durch sämtliche Instanzen bis zur Geschäftsleitung zu gehen, sondern werden unverzüglich behandelt.

Wozu dient eine Ombudsstelle genau?

  • Vor allem dient diese Stelle dazu, Beschwerden nach Möglichkeit zu vermeiden. Jedes Mal, wenn ein Patient* unzufrieden ist, wird ihm zunächst das direkte Gespräch mit dem Leistungserbringer* nahegelegt.
  • Wenn der Leistungserbringer nicht mit sich reden lässt oder der Ausgang des Gesprächs nicht zufriedenstellend ist, muss die Ombudsstelle sich zu der an sie herangetragenen Beschwerde äußern. Es darf nicht vergessen werden, dass die Vermittlung nicht zustande kommen kann, wenn sich nicht alle Beteiligten kooperativ verhalten.
  • Wenn die Vermittlung zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führt, muss die Ombudsstelle den Patienten über andere Möglichkeiten der Beschwerdeführung informieren, z.B. über seine Krankenkasse, ein Gericht, die Ärztekammer usw.
  • Die Ombudsstelle hat auch ihre Organisation, ihre Arbeitsweise und die Vorgehensweise im Streitfall offenzulegen. Diese Informationen werden sowohl dem Patienten als auch den Pflegepersonal sowie der Ärzteschaft erteilt.
  • Die Ombudsstelle spricht auch jedes Jahr Empfehlungen zur Vermeidung der Wiederholung von Fehlern aus, die Anlass zu Beschwerden geben könnten. Ferner erstellt sie auch einen Jahresbericht..

Marcel

Unser Vater leidet unter Demenz in einem fortgeschrittenen Stadium und ist nicht mehr fähig, seinen Willen kundzutun. Seit einigen Jahren lebt er im Heim. Wir sind aber nicht ganz zufrieden mit der Pflege.

Wie können wir das Problem optimal anpacken?

Der mit dem Patienten zusammenlebende Ehepartner bzw. Lebenspartner, die Kinder oder andere Verwandte, dürfen sich an den zuständige Ombudsstelle wenden. Auch wenn der Ehepartner dies nicht unbedingt wünscht, dürfen die Kinder aus eigener Initiative handeln.

An wen können wir uns in welchem Fall wenden?

Ein Krankenhauspatient, der sich über den Arzt oder das Pflegepersonal beschweren möchte, wendet sich an die Ombudsstelle in seinem Krankenhaus. Wenn der Leistungserbringer in einer psychiatrischen Einrichtung, einer Einrichtung für beschütztes Wohnen oder einem psychiatrischen Pflegeheim arbeitet, ist es durchaus möglich, dass diese Einrichtungen einen Vermittlungsbeauftragten der Konzertierungsplattform für geistige Gesundheit anrufen. Die Adressdaten des Vermittlungsbeauftragten sind auf der Website www.patientrights.be zu finden. Sie können sich auch an Ihre Krankenkasse oder direkt an die Krankenhausverwaltung wenden. Wenn es um eine Beschwerde gegen einen ambulanten* Leistungserbringer geht (Hausarzt, Facharzt in seiner Praxis, Zahnarzt, Arzt, der die Patienten im Heim betreut, … also alle Leistungserbringer außerhalb des Krankenhauses), muss der Patient sich an den föderalen Ombudsmann wenden, der für die Patientenrechte* zuständig ist.

Siehe auch hier