Die neue Website der CKKIhre CKKRechte des Patienten

Begriffserläuterungen


Allgemeine medizinische Akte (AMA): Seit dem 1. Mai 1999 gibt es AMA als Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Die AMA wird auf Wunsch des Patienten von seinem Hausarzt geführt. Sie enthält die Gesundheitsdaten des Patienten (Operationen, chronische Krankheiten, laufende Behandlungen, …). Auf diese Weise werden eine bessere persönliche Betreuung und eine bessere Abstimmung zwischen den Leistungserbringern gewährleistet. Patienten, die ihren Hausarzt mit der Führung einer AMA beauftragen, erhalten eine bis zu 30% höhere Kostenerstattung für ärztliche Beratungen.

Ambulante Leistungen: von ambulanter Versorgung ist die Rede, wenn der Patient sich zum Leistungserbringer begibt, um sich behandeln zu lassen. Ambulante Leistungen sind nicht mit einer Übernachtung in einer Einrichtung verbunden, im Gegensatz zu den stationären Leistungen, bei denen der Patient im Krankenhaus verweilt.

Amtlicher Tarif oder Kassentarif: Vertreter der Leistungserbringer, der Krankenkassen und der öffentlichen Behörden schließen am Sitz des LIKIV Verträge über die Honorare für gesundheitliche Versorgungsleistungen. Den Leistungserbringern steht es frei, diese Verträge (auch Abkommen genannt) anzunehmen, sie teilweise anzunehmen oder sie abzulehnen. Der amtliche Tarif besteht aus dem von der Krankenkasse erstatteten Anteil (dem Kassenanteil) und dem gesetzlichen Eigenanteil (Patientenanteil).

Ärztekammer: gesetzliches Disziplinarorgan der Ärzte<./p>

Aufnahmeerklärung: Erklärung, die dem Patienten bei der Aufnahme in ein allgemeines Krankenhaus, ein psychiatrisches Krankenhaus oder in eine Tagesklinik vorgelegt wird, und die in doppelter Ausfertigung auszufüllen ist. Auf diese Weise hat der Patient die Möglichkeit, sich für eine Behandlung nach den amtlichen Tarifen des Vertrags zwischen Ärzten und Kassen zu entscheiden und die Zimmerwahl mitzuteilen (Mehrbett-, Zweibett- oder Einzelzimmer). Das Formular enthält darüber hinaus noch nützliche Auskünfte über die finanziellen Auswirkungen der Wahlleistungen. Der Aufnahmeerklärung muss eine Erläuterung beigefügt sein, aus der auch die geläufigsten Dienstleistungen und Angebote ersichtlich sind (z.B. Telefontarife, Frisör, zusätzliche Mahlzeiten).

Bereitschaftsdienst: organisierte Bereitschaft von Ärzten, Zahnärzten oder Apothekern an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, für den Notfall. Grundsätzlich arbeiten die Bereitschaftsdienste der Ärzte rund um die Uhr.

Der Ethik-Kodex für Ärzte: Gesamtheit der von der Ärztekammer erstellten Regeln und Gebräuche, die jeder Arzt bei der Ausübung seines Berufs einzuhalten oder anzuwenden hat.

Erklärung über die Unfähigkeit, seinen Willen kundzutun: laut Bürgerlichem Gesetzbuch besteht die Möglichkeit, volljährige Menschen, die sich in einem permanenten Zustand des Wahnsinns oder der Instabilität befinden, für „unmündig“ zu erklären.

Gesundheitsleistungen: Leistungen, die von einem professionellen Therapeuten erbracht werden, um den Gesundheitszustand eines Patienten zu fördern, zu stabilisieren, zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern, oder aber um einen Patienten in der letzten Phase seines Lebens optimal zu betreuen.

Honorarzuschläge: dieser Begriff bezeichnet die übertariflichen Honorarforderungen des Leistungserbringers. Sie liegen oberhalb der vertraglich vereinbarten Tarife und müssen in voller Höhe vom Patienten getragen werden.

Leistungserbringer: hier handelt es sich einerseits um Ärzte, Zahnmediziner, Hebammen, Apotheker, Kinesiotherapeuten, nichtärztliche Leistungserbringer, Krankenpfleger, Hilfskrankenpfleger, Rettungssanitäter (Königlicher Erlass, Nr. 78, vom 10. November 1967 über die Ausübung der Heilkunst, der Krankenpflegekunst, der nichtärztlichen Berufe und über die medizinischen Kommissionen). Andererseits handelt es sich um die seit Inkrafttreten des Gesetzes vom 29. April 1999 bezeichneten und in Zusammenhang mit medizinischen, pharmazeutischen, kinesiotherapeutischen, Krankenpflege- und nichtärztlichen Leistungen stehenden nicht vertraglich gebundenen Berufspraktiker, wie Osteopathen, Akupunkteuren, …

Mediationsdienst: hier handelt es sich um einen vom Gesetzgeber durch das Gesetz vom 22. August 2002 zum Schutz des Patienten eingesetzten Dienst zur Entgegennahme von Beschwerden.

Mobiler ärztlicher Not- und Wiederbelebungsdienst (frz. SMUR): Spezialisierte Einsatzeinheit, die im Notfall eingreift, wenn dringende ärztliche Hilfe erforderlich ist. Die Einsatzeinheit besteht aus einem Notarzt und einem Krankenpfleger. Der Einsatz wird über den Notruf 112 angefordert, wenn die Vermutung naheliegt, dass Menschen in Lebensgefahr sind. Der Rettungsdienst kann auch angefordert werden, wenn eine dringende Hilfe unter Einsatz eines Krankenwagens erforderlich ist.

Ombudsstelle: eine Stelle, die durch das Gesetz vom 22. August 2002 über die Rechte des Patienten eingeführt wurde. Jeder Patient hat das Recht, sich an diese Stelle zu wenden und dort Klagen hinsichtlich der ihm laut Gesetz vom 22. August zustehenden Rechte vorzubringen.

Patient: jede natürliche Person, die auf eigenen Wunsch oder auch nicht Gesundheitsleistungen erhält.

Patientenakte: Akte, die der Leistungserbringer im Sinne des Gesetzes über die Rechte des Patienten für jeden Patienten anlegen muss.

Professionelle Praktiker/ Leistungserbringer

  • Ärzte, Zahnärzte, Geburtshelfer, Apotheker, Heilgymnasten, Hilfspfleger, Sanitäter, Krankenpfleger und Heilhilfsberufe (KE Nr. 78 vom 10. November 1967 über die über die Ausübung der Heilkunst, der Krankenpflege, der Heilhilfsberufe und über die medizinischen Kommissionen);
  • die Fachkräfte einer nicht konventionellen Praktik ab Inkrafttreten des Gesetzes über die nicht konventionellen Praktiken in den Bereichen Heilkunde, Arzneikunde, Heilgymnastik, Krankenpflege und im Bereich der Heilhilfsberufe (z.B. Osteopathen, Akupunkteure, …).

Richtlinien zum ärztlichen Berufsethos: Gesamtverzeichnis aller von der Ärztekammer aufgesetzten Regeln und Anwendungen, welches jedem Arzt als Richtschnur dient.

Vertragsleistungserbringer: Gesundheitsleistungserbringer, der sich an den Vertrag zwischen Ärzten und Krankenkassen hält. Er rechnet nach den amtlichen Tarifen ab und darf keine übertariflichen Forderungen stellen. Wenn der Patient besondere Wahlleistungen in Anspruch nimmt (z.B. nach 21 Uhr eine Beratung wünscht), darf der Vertragsarzt einen zusätzliches Honorar in Rechnung stellen, vorausgesetzt er weist den Patienten vorher darauf hin.

Nichtvertragsleistungserbringer: Leistungserbringer, der den Vertrag zwischen Ärzten und Krankenkassen ablehnt und sein Honorar nach freiem Ermessen festlegt. Ein Nichtvertragsarzt darf übertarifliche Honorare in Rechnung stellen, die der Patient in voller Höhe selbst tragen muss.

Teilvertragsleistungserbringer: Leistungserbringer, der sich teilweise an den Vertrag zwischen Ärzten und Kassen hält. An bestimmten Orten oder Tagen und zu bestimmten, vorher festgelegten Uhrzeiten rechnet er nach dem amtlichen Tarif ab. Außerhalb dieser Zeiten darf er übertarifliche Honorare fordern. Diese muss der Patient in voller Höhe selbst tragen.

Übertarifliche Honorare: dieser meistens im Plural erscheinende Begriff bezeichnet die Honorarforderungen eines Leistungserbringers, die über den im Vertrag zwischen Ärzten und Kassen vereinbarten amtlichen Tarif hinausgehen. Diese übertariflichen Forderungen muss der Patient in voller Höhe selbst tragen.

Verwaltungsakte des Patienten: im Zusammenhang mit dem Gesetz über die Rechte des Patienten muss der Arzt für jeden Patienten eine Verwaltungsakte anlegen.

Vertraglich vereinbartes Honorar: im Zweijahres-Rhythmus vereinbaren Vertreter von Leistungserbringern, Krankenkassen, öffentlicher Verwaltung und dem Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) die Honorare. Jeder Leistungserbringer hat das Recht, dieses Abkommen vollständig bzw. teilweise anzunehmen oder abzulehnen Das vertragliche Honorar setzt sich aus dem im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehenen Erstattungsbetrag und dem gesetzlichen Eigenanteil zusammen.

Zimmerzuschlag: Zuschlag, den ein Krankenhaus für ein Einzelzimmer in Rechnung stellt. Diesen Zuschlag muss der Patient in voller Höhe selbst tragen. Die Höhe des Zuschlags ist von einem Krankenhaus zum anderen unterschiedlich, aber er muss klar und deutlich aus der Aufnahmeerklärung ersichtlich sein.
Seit dem 1. Januar 2010 darf kein Zuschlag mehr für Zweibettzimmer in Rechnung gestellt werden.