Salzarme Kost ist gesünder

Kochsalz und der größte Teil des verkauften Meersalzes enthalten den Baustein Natrium – ein unverzichtbares Lebenselement und wesentlich für den Organismus. Natrium regelt den Wasserhaushalt, die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen und aktiviert viele Stoffwechselvorgänge.
Bei bestimmten Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen sollten Sie allerdings Ihren Salzkonsum auf ein Minimum beschränken.

Die Belgier verzehren zu viel Salz

Für einen Erwachsenen sollte der empfohlene maximale Tagesverzehr bei 6g Salz (gleich 2,4g Natrium) liegen. In Belgien hingegen liegt der Tageskonsum fast doppelt so hoch, nämlich bei durchschnittlich 10g Salz.

Welches sind die beiden Salzquellen ?

  • "Sichtbares" Salz verwenden wir beim Kochen oder beim Verzehr unserer Speisen. Dies entspricht etwa 10 bis 20 Prozent der durch den Organismus aufgenommenen Salzmenge.
  • "Verstecktes" Salz ist in vielen Lebensmitteln vorhanden, die natürlich – jedoch in geringem Maß - gesalzen sind. Dieses Salz ist in Brot, Käse, Aufschnitt, Würzmitteln wie Senf, Gewürzbrühe, oder Kapern, aber auch in Fertiggerichten wie Pizza, Hamburger oder auch in paniertem Fleisch und Suppen enthalten. Salz wird häufig durch Zucker verdeckt, steckt aber auch in Speisen, wo wir überhaupt kein Salz vermuten würden, wie Frühstückskost aus Getreide, Gebäck, Kekse ... Fast 75 Prozent des verzehrten Salzes befinden sich in allen diesen Rohstoffen. Vergessen wir nicht, dass auch in kohlesäurehaltigem natürlichem und natriumreichen Mineralwasser „verstecktes“ Salz enthalten ist. 

Wie lässt sich der Salzkonsum reduzieren ?

  • Beachten Sie beim Einkaufen die auf Lebensmittelpackungen angegebenen Salzwerte. Bei immer mehr Nahrungsmitteln wird auf der Verpackung der Natriumgehalt auf 100g Lebensmittel angezeigt. Anhand eines Salinometers lässt sich der Salzgehalt in jedem Lebensmittelprodukt messen. Sie können dieses kleine Hilfsmittel kostenlos bestellen.
  • Bevorzugen Sie anstelle von industriell verarbeiteten Produkten die weniger salzreichen natürlichen Lebensmittel und hausgemachten Zubereitungen. 
  • Bereichern Sie Ihre Gerichte mit Kräutern (Petersilie, Dill, Schnittlauch, Basilikum, Minze, Thymian, Oregano ...),  Gewürzen (Pfeffer, Curry, Paprika, Muskat ...) und aromatischen Pflanzen (Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten ...).
  • Verbannen Sie den Salzstreuer vom Tisch! Das hilft, mit dem systematischen Nachsalzen Ihrer Speisen aufzuhören.
  • Bei stärkehaltigem Gemüse erhalten Sie den Geschmack Ihrer Lebensmittel indem Sie das Kochen in Wasser durch alternative Methoden wie Dampfgaren, Garen in Folie oder Dünsten ersetzen. 
  • Reduzieren Sie die Salzmenge im Kochwasser.

Ist Jodsalz eine gute Alternative ?

Da im herkömmlichen Speisesalz Natrium enthalten ist, empfiehlt sich der Verzehr von Jodsalz. Jod fördert als lebenswichtiges Spurenelement das Wachstum und im Besonderen die Entwicklung des Gehirns. Jod kommt in Algen, Schalentieren und Fischgerichten vor. Verschiedene Studien zeigen auf, dass wir uns zu jodarm ernähren. Demzufolge wäre Jodsalz (in Maßen!) tatsächlich eine gute Alternative.

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Der föderale öffentliche Dienst Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt arbeitet mit der Lebensmittel-, Einzelhandels- und Gastgewerbebranche zusammen, damit weniger Salz in die Nahrungsmittelkette gerät. Neuigkeiten und Wissenswertes finden Sie auf den Sonderseiten des Dienstes.

Gesundheitsinfo: CKK-Gesundheitsinfo

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